besetzung von dirty dancing 2017

besetzung von dirty dancing 2017

Das US-amerikanische Fernsehnetzwerk ABC gab im Frühjahr die vollständige Besetzung Von Dirty Dancing 2017 bekannt, um die dreistündige Musical-Adaption des Filmklassikers aus dem Jahr 1987 zu besetzen. Die Produktion unter der Regie von Wayne Blair und der Choreografie von Andy Blankenbuehler zielte darauf ab, die Geschichte von Frances „Baby“ Houseman und Johnny Castle für ein modernes Fernsehpublikum neu zu interpretieren. Die Hauptrollen übernahmen Abigail Breslin und der Tänzer Colt Prattes, während die Erstausstrahlung für den 24. Mai 2017 terminiert wurde.

Allison Shearmur Productions leitete das Projekt in Zusammenarbeit mit Lionsgate Television, um das Originaldrehbuch von Eleanor Bergstein zu erweitern. Laut einer Pressemitteilung von Lionsgate umfasste die Besetzung Von Dirty Dancing 2017 zudem namhafte Akteure wie Debra Messing, Bruce Greenwood und Nicole Scherzinger. Die Produktion fand überwiegend in Hendersonville, North Carolina, statt, um die Atmosphäre des fiktiven Kellerman’s Resorts im Jahr 1963 einzufangen.

Die Entscheidung für eine TV-Neuverfilmung basierte auf dem anhaltenden kommerziellen Erfolg des Franchise, das seit Jahrzehnten eine stabile Fangemeinde hält. Kritiker merkten jedoch bereits vor der Ausstrahlung an, dass ein Remake ohne die Originaldarsteller Jennifer Grey und Patrick Swayze vor erheblichen künstlerischen Herausforderungen stehe. ABC verteidigte das Vorhaben mit dem Hinweis auf neue Musikelemente und eine vertiefte Darstellung der Nebencharaktere, die im Kinofilm von 1987 weniger Raum einnahmen.

Rollenverteilung und Hintergründe zur Besetzung Von Dirty Dancing 2017

Abigail Breslin, die zuvor für ihre Rolle in Little Miss Sunshine eine Oscar-Nominierung erhielt, verkörperte die Protagonistin Baby Houseman. Der Newcomer Colt Prattes trat die Nachfolge von Patrick Swayze als Tanzlehrer Johnny Castle an, nachdem er zuvor vor allem durch seine Mitwirkung in Musikvideos der Sängerin Pink bekannt wurde. Die Auswahl der Hauptdarsteller löste in den sozialen Medien gemischte Reaktionen aus, wobei insbesondere die tänzerische Chemie im Vergleich zum Original thematisiert wurde.

Debra Messing übernahm die Rolle der Marjorie Houseman, der Mutter von Baby, während Bruce Greenwood als Dr. Jake Houseman besetzt wurde. Messing erklärte in einem Interview mit dem Magazin The Hollywood Reporter, dass die Neuverfilmung mehr Licht auf die Eheprobleme der Eltern werfe. Diese erzählerische Erweiterung sollte dem Film eine zusätzliche dramatische Ebene verleihen, die über die reine Liebesgeschichte der Jugendlichen hinausging.

Die Rolle der Penny Rivera, Johnnys Tanzpartnerin, wurde mit der Pussycat-Dolls-Sängerin Nicole Scherzinger besetzt. Scherzinger brachte umfangreiche Erfahrung aus professionellen Tanzproduktionen mit, was laut Produktionsnotizen ein wesentliches Kriterium für ihre Verpflichtung war. Sarah Hyland, bekannt aus der Serie Modern Family, spielte Babys ältere Schwester Lisa Houseman und komplettierte damit das Ensemble der Kernfamilie.

Musikalische Gestaltung und choreografische Anpassungen

Im Gegensatz zum Kinofilm sangen die Schauspieler in der Version von 2017 die Lieder teilweise selbst. Das musikalische Konzept sah vor, Klassiker wie (I've Had) The Time of My Life und Hungry Eyes neu zu arrangieren und durch zeitgenössische Interpretationen zu ergänzen. Adam Anders fungierte als musikalischer Leiter und war für die Einbindung der Gesangseinlagen in die Handlung verantwortlich.

Die Choreografie von Andy Blankenbuehler, der zuvor Erfolge am Broadway mit dem Musical Hamilton feierte, modernisierte die Tanzszenen. Blankenbuehler legte Wert darauf, die ikonischen Bewegungen des Originals beizubehalten, sie jedoch an die Fähigkeiten der neuen Darsteller anzupassen. Dies führte zu einer Mischung aus klassischem Gesellschaftstanz und modernen Showelementen, die speziell für das Fernsehformat konzipiert waren.

Die technische Umsetzung der Tanzszenen erforderte laut Produktionsberichten eine intensive Vorbereitungszeit von mehreren Monaten. Da Abigail Breslin keine professionelle Tanzausbildung besaß, lag der Fokus des Trainings darauf, ihre Entwicklung von der Anfängerin zur sicheren Tänzerin glaubhaft darzustellen. Colt Prattes hingegen konnte seine physische Präsenz als ausgebildeter Tänzer nutzen, um die anspruchsvollen Hebefiguren umzusetzen.

Rezeption und Kritik der Fernsehadaption

Nach der Ausstrahlung am 24. Mai 2017 fielen die Reaktionen der Fachpresse und des Publikums weitgehend verhalten aus. Die Website Rotten Tomatoes verzeichnete eine Zustimmung von lediglich 19 Prozent bei den Kritikern, basierend auf 21 Rezensionen. Viele Rezensenten bemängelten die fehlende Ausstrahlung zwischen den Hauptdarstellern und die unnötige Verlängerung der Laufzeit auf drei Stunden inklusive Werbepausen.

Die New York Times bezeichnete die Produktion als ein Projekt, das zwar handwerklich solide sei, dem jedoch der Funke des Originals fehle. Kritisiert wurde insbesondere, dass die politische Untertöne der 1960er Jahre zwar angesprochen, aber nicht konsequent zu Ende geführt wurden. Das Magazin Variety zog einen direkten Vergleich zur Live-Produktion von Grease und stellte fest, dass die vorab aufgezeichnete Natur von Dirty Dancing den Charme einer Live-Aufführung vermissen ließ.

Positive Erwähnungen fanden hingegen die Leistungen von Nicole Scherzinger und Debra Messing. Scherzingers tänzerische Darbietung wurde als einer der Höhepunkte des Films hervorgehoben. Messing erhielt Anerkennung für ihre Bemühungen, dem Charakter der Mutter mehr Tiefe und Eigenständigkeit zu verleihen, was als eine der wenigen sinnvollen Erweiterungen des Drehbuchs wahrgenommen wurde.

Wirtschaftliche Kennzahlen und Einschaltquoten

Trotz der negativen Kritiken erzielte die Ausstrahlung bei ABC beachtliche Zuschauerzahlen. Laut Daten von Nielsen Media Research schalteten am Abend der Premiere durchschnittlich 6,7 Millionen Menschen ein. In der werberelevanten Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen erreichte der Film ein Rating von 1,4, was für einen Fernsehfilm an einem Mittwochabend als Erfolg gewertet wurde.

Lionsgate nutzte die Produktion zudem für eine umfassende Merchandising-Strategie und die Vermarktung des Soundtracks. Die digitalen Verkäufe der neu aufgenommenen Lieder stiegen in der Woche nach der Ausstrahlung sprunghaft an. Internationale Verkäufe der Senderechte an europäische und asiatische Netzwerke sicherten die langfristige Rentabilität des Projekts, ungeachtet der heimischen Rezensionen.

In Deutschland wurde der Film unter anderem auf dem Sender RTL II ausgestrahlt, konnte dort jedoch nicht an die Quotenrekorde des Originalfilms anknüpfen. Die Marktforschung zeigte, dass das deutsche Publikum die Originalversion mit Patrick Swayze weiterhin bevorzugte. Dennoch diente die Ausstrahlung als Anlass für zahlreiche Sonderprogrammierungen rund um das Thema Tanzfilm in den darauffolgenden Wochen.

Vergleich zum Originalwerk von 1987

Der fundamentale Unterschied zur Version von 1987 lag in der Einbettung einer Rahmenhandlung, die im Jahr 1975 spielte. Hier wurde gezeigt, wie die erwachsene Baby eine Broadway-Show besucht und auf ihre Vergangenheit zurückblickt. Diese erzählerische Klammer sollte dem Zuschauer verdeutlichen, welchen Einfluss die Erlebnisse im Kellerman’s auf den weiteren Lebensweg der Protagonistin hatten.

Auch das Ende der Geschichte wurde modifiziert, was bei Fans des Originals auf geteilte Meinungen stieß. Während der Film von 1987 mit dem triumphalen Tanz und einer optimistischen Note endete, wählte die 2017er Version einen melancholischeren Ansatz. Die Protagonisten blieben am Ende nicht zusammen, was laut Regisseur Wayne Blair eine realistischere Darstellung von Jugendromanzen widerspiegeln sollte.

Die visuelle Ästhetik unterschied sich ebenfalls deutlich durch den Einsatz moderner Kameratechnik und einer helleren Farbpalette. Die Kostüme von William Ivey Long orientierten sich zwar an der Mode der frühen 1960er Jahre, wirkten jedoch glatter und stilisierter als in der ursprünglichen Produktion. Experten für Kostümdesign merkten an, dass die Kleidung eher eine idealisierte Sicht auf das Jahrzehnt darstellte als eine historisch akkurate Replikation.

Zukünftige Entwicklungen im Dirty Dancing Franchise

Die Diskussionen um die Neuverfilmung von 2017 haben die Pläne für weitere Projekte innerhalb des Franchise nicht gestoppt. Das Studio Lionsgate bestätigte bereits im Jahr 2020, dass eine direkte Fortsetzung des Kinofilms in Arbeit ist, bei der Jennifer Grey erneut die Rolle der Baby Houseman übernehmen wird. Dieses Projekt soll sich inhaltlich direkt an das Original von 1987 anschließen und die Ereignisse der TV-Version ignorieren.

Branchenexperten beobachten derzeit genau, wie Studios mit dem Erbe klassischer Stoffe umgehen, um neue Generationen zu erreichen. Die Erfahrungen aus der Produktion von 2017 dienen dabei als Fallstudie für das Risiko von Remakes, die stark auf Nostalgie setzen. Ob die kommende Fortsetzung unter der Regie von Jonathan Levine die hohen Erwartungen erfüllen kann, bleibt eine der zentralen Fragen für das Genre des Musikfilms in den kommenden Jahren.

Die Entwicklung neuer Formate, einschließlich möglicher Serienadaptionen oder Bühnenproduktionen, wird laut Berichten von The Walt Disney Company kontinuierlich geprüft. Das Ziel bleibt die Monetarisierung etablierter Marken in einem fragmentierten Medienmarkt. Bis zum Erscheinen neuer Inhalte bleibt die 2017er Fassung ein Beispiel für den Versuch, einen kulturellen Meilenstein in das moderne Serienfernsehen zu übertragen.

MK

Michael Kaiser

Seit Jahren begleitet Michael Kaiser Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit klarer Einordnung.