besetzung von supergirl woman of tomorrow

besetzung von supergirl woman of tomorrow

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem sterilen Meetingraum in Burbank und haben gerade sechs Monate Zeit und ein beträchtliches Budget für Screen-Tests verpulvert, nur weil Sie dem Trugschluss erlegen sind, dass ein bekanntes Gesicht automatisch die richtige Gravitas mitbringt. Ich habe das oft erlebt: Produzenten krallen sich an Statistiken von Social-Media-Followern fest, während die eigentliche Rolle eine emotionale Tiefe verlangt, die man nicht mit Filtern simulieren kann. Bei der Besetzung von Supergirl Woman of Tomorrow geht es nicht darum, ein hübsches Gesicht in ein Kostüm zu stecken, sondern eine Kriegerin zu finden, die den Schmerz eines ganzen untergegangenen Planeten in den Augen trägt. Wer hier den Fehler macht, nach dem klassischen "Girl-Next-Door"-Schema zu suchen, verbrennt Millionen, noch bevor die erste Klappe fällt.

Das Problem mit dem Archetyp bei der Besetzung von Supergirl Woman of Tomorrow

Der größte Fehler, den Casting-Direktoren und Studio-Verantwortliche immer wieder begehen, ist die Verwechslung von Härte mit Bosheit. In der Comic-Vorlage von Tom King ist Kara Zor-El keine optimistische Teenagerin, die gerade erst ihre Kräfte entdeckt. Sie ist eine Frau, die gesehen hat, wie alles, was sie liebte, zu Staub zerfiel. Wer bei der Besetzung von Supergirl Woman of Tomorrow nach einer Kopie von Melissa Benoist sucht, hat das Projekt im Kern nicht verstanden.

Ich erinnere mich an ein Projekt, bei dem wir Wochen damit verbrachten, eine Schauspielerin zu finden, die "sympathisch" genug war. Das Ergebnis? Eine Performance, die so glattgebügelt war, dass das Publikum keinerlei Verbindung zur inneren Zerrissenheit der Figur aufbauen konnte. Das kostet Zeit und am Ende die Gunst der Fans. Man muss jemanden finden, der physische Präsenz besitzt, aber gleichzeitig eine fast schon erschreckende Melancholie ausstrahlt. Wenn die Besetzung nur auf optische Ähnlichkeit setzt, bleibt der Charakter flach.

Warum klassisches Heldentum hier versagt

In der Branche herrscht oft die Meinung vor, dass ein Superheld strahlen muss. Das ist bei dieser speziellen Geschichte Gift. Kara hat 14 Jahre lang auf einem Brocken von Krypton überlebt, während er langsam wegstarb. Das prägt die Körperhaltung, den Blick und die Art, wie man spricht. Ein Fehler ist es, Schauspielerinnen zu casten, die im Fitnessstudio zwar Muskeln aufgebaut haben, denen man aber die Entbehrung nicht abnimmt. Wir brauchen keine Athletin, die für ein Magazin-Cover posiert, sondern jemanden, der wirkt, als könnte er mit einem rostigen Schwert einen Drachen erlegen, ohne dabei mit der Wimper zu zucken.

Die Falle der Star-Power gegenüber der schauspielerischen Substanz

Es ist eine alte Leier in Hollywood: "Wir brauchen einen Namen, um die Finanzierung zu sichern." Das mag bei einem Standard-Actionfilm stimmen, aber bei einer so spezifischen Adaption wie dieser ist es ein gefährlicher Pfad. Ein großer Name bringt Erwartungen mit sich. Das Publikum sieht dann nicht Kara Zor-El, sondern den Star, der eine Superheldin spielt. Das zerstört die Immersion.

Ein praxisnahes Beispiel aus meiner Laufbahn: Wir hatten einmal die Wahl zwischen einer etablierten Schauspielerin mit Millionen Followern und einem relativen Neuling, die beim Vorsprechen den Raum mit einer fast greifbaren Kälte füllte. Das Studio drängte auf den Star. Die Produktion wurde teurer, die Gagen stiegen ins Unermessliche, und am Ende war die Kritik einhellig: Fehlbesetzung. Der Star war zu sehr mit dem eigenen Image beschäftigt, um sich in der Schroffheit der Rolle zu verlieren.

Wenn man diesen Fehler macht, zahlt man doppelt. Zuerst die überhöhte Gage, dann die Kosten für Reshoots, weil die Chemie mit den anderen Charakteren – besonders dem jungen Mädchen Ruthye – nicht stimmt. Die Dynamik zwischen diesen beiden Figuren ist das Herzstück. Wenn Supergirl wie eine Babysitterin wirkt und nicht wie eine traumatisierte Mentorin, ist der Film ruiniert.

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Der physische Irrtum und die Kosten der Nachbearbeitung

Oft höre ich: "Das regeln wir in der Post-Production." Das ist die teuerste Lüge der Branche. Wenn die Schauspielerin nicht in der Lage ist, die physische Last der Rolle authentisch zu tragen, hilft auch kein CGI-Muskel-Retouching. Es geht nicht nur um Bizeps. Es geht um die Art, wie man sich bewegt. Eine Frau, die auf einem roten Planeten unter einer roten Sonne aufgewachsen ist, bewegt sich anders als jemand, der in London oder Los Angeles Schauspielunterricht hatte.

Ein falscher Ansatz sieht so aus: Man verpflichtet eine Schauspielerin drei Monate vor Drehbeginn und schickt sie in ein Hardcore-Bootcamp. Sie sieht danach fit aus, aber ihre Bewegungen wirken einstudiert und hölzern. Der richtige Ansatz: Man sucht jemanden, der bereits eine natürliche, raue Physis mitbringt oder bereit ist, sich monatelang mit Schwertkampf und Bewegungslehre auseinanderzusetzen, statt nur Gewichte zu stemmen.

Vorher: Eine Schauspielerin im Kostüm, die sichtlich mit der Schwere des Umhangs kämpft und deren Kampfchoreografie aussieht wie ein Tanzkurs. Das Publikum merkt das sofort. Die Kämpfe wirken kraftlos, die Bedrohung verpufft. Nachher: Eine Darstellerin, die den Umhang wie eine zweite Haut trägt. Ihre Bewegungen sind ökonomisch, fast schon animalisch. Wenn sie zuschlägt, glaubt man, dass dort Tonnen von Kraft dahinterstecken. Das spart in der Nachbearbeitung Unmengen an Geld, weil man nicht jedes Frame digital korrigieren muss, um die Wucht der Schläge zu simulieren.

Die Besetzung von Supergirl Woman of Tomorrow muss die Ruthye-Dynamik verstehen

Viele machen den Fehler, Ruthye als Anhängsel zu betrachten. Das ist fatal. Die Darstellerin von Ruthye muss der emotionale Anker sein, an dem sich Supergirl abarbeitet. Wenn man hier bei der Suche spart oder ein typisches "süßes Kind" castet, verliert der Film seine Seele. Ruthye ist von Rache getrieben. Sie ist blutjung, aber ihr Geist ist bereits alt vor Zorn.

Ich habe Produktionen gesehen, die an diesem Punkt gescheitert sind, weil sie ein Kind gewählt haben, das gut darin war, Sätze aufzusagen, aber keine echte Wut kanalisieren konnte. Eine gute Besetzung bedeutet hier, zwei Menschen zu finden, die sich gegenseitig herausfordern. Es muss eine Reibung entstehen. Wenn die beiden am Set nicht diese seltsame, fast unerträgliche Spannung erzeugen, wird das Publikum im Kino gähnen.

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Man sollte hier nicht nach dem Lebenslauf gehen. Man muss die Kinder in Situationen bringen, in denen sie improvisieren müssen. Wer nur brav ist, fliegt raus. Wir brauchen das Kind, das im Raum steht und die Erwachsenen mit seinem Blick verunsichert. Das ist die Ruthye, die wir brauchen, um Karas Wandel glaubhaft zu machen. Wer das ignoriert, hat am Ende einen Film, der sich wie eine lange Episode einer mittelmäßigen TV-Serie anfühlt, statt wie ein episches Weltraum-Abenteuer.

Zeitpläne und die Illusion der schnellen Entscheidung

Ein Fehler, den ich immer wieder sehe, ist der Zeitdruck. Man will unbedingt den Starttermin halten und trifft deshalb eine Entscheidung, mit der man eigentlich nicht glücklich ist. In Hollywood heißt es oft: "Better done than perfect." Bei einem Charakter, der ein ganzes Franchise tragen soll, ist das der Anfang vom Ende.

Ein Casting-Prozess für eine solche Rolle sollte mindestens sechs bis neun Monate dauern. Wer glaubt, das in acht Wochen durchziehen zu können, landet bei einer Notlösung. Diese Notlösung kostet später Millionen, wenn man merkt, dass das Marketing nicht funktioniert, weil die Leute keine Verbindung zur Hauptfigur aufbauen.

Die Kosten der Fehlentscheidung

Rechnen wir das mal kurz durch. Eine Fehlbesetzung bedeutet:

  1. Reshoots für Schlüsselszenen (locker 10-20 Millionen Dollar bei einem Projekt dieser Größenordnung).
  2. Zusätzliche Marketingausgaben, um den "Hype" künstlich zu erzeugen, den eine gute Besetzung von selbst generiert hätte.
  3. Der Verlust des Vertrauens der Kern-Zielgruppe, was die Einnahmen am Eröffnungswochenende massiv schmälert.

Es ist nun mal so: Man kann ein schlechtes Drehbuch mit guten Schauspielern retten, aber man kann eine Fehlbesetzung nicht durch ein gutes Drehbuch heilen. Wer hier am falschen Ende spart, zahlt später mit Zinsen.

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Der Realitätscheck für das Projekt

Machen wir uns nichts vor. Der Erfolg hängt an einem seidenen Faden. Das Publikum ist übersättigt von generischen Superhelden-Filmen. Wenn man jetzt mit einer Kara Zor-El um die Ecke kommt, die genau so aussieht und handelt wie jede andere Heldin der letzten zehn Jahre, wird der Film untergehen.

Es braucht Mut, jemanden zu besetzen, der vielleicht nicht sofort "liebenswert" wirkt. Es braucht Mut, eine Schauspielerin zu wählen, die Ecken und Kanten hat, die vielleicht eine unkonventionelle Schönheit besitzt oder deren Ausstrahlung erst einmal abschreckt. Dieser Film ist ein Western im Weltraum. Er ist staubig, er ist blutig und er ist verdammt ehrlich.

Wer versucht, diesen Stoff glattzubügeln, um ihn massentauglicher zu machen, wird kläglich scheitern. Die Realität ist: Entweder man findet eine Darstellerin, die bereit ist, sich seelisch nackt auszuziehen und diesen Schmerz zu zeigen, oder man lässt es bleiben. Ein "ganz okay" gibt es hier nicht. Es gibt nur den Volltreffer oder die Bedeutungslosigkeit. Und in einer Branche, die so hart um Aufmerksamkeit kämpft wie die heutige, ist Bedeutungslosigkeit das teuerste aller Ergebnisse.

Vergessen Sie die Listen mit den Namen, die gerade "angesagt" sind. Schauen Sie sich die Tapes an. Suchen Sie nach dem Moment, in dem Ihnen die Nackenhaare hochstehen, weil die Schauspielerin Sie mit einer solchen Kälte ansieht, dass Sie vergessen, dass sie nur eine Rolle spielt. Nur das zählt. Alles andere ist nur teure Dekoration, die am Ende niemand sehen will. Wer das nicht versteht, sollte sein Geld lieber in Immobilien anlegen – da sind die Risiken überschaubarer als beim Versuch, eine Ikone ohne das nötige Verständnis für ihre Tiefe zum Leben zu erwecken.

TK

Tobias Koch

Mit faktenbasierter Arbeitsweise liefert Tobias Koch Beiträge, die Leserinnen und Lesern Orientierung im Nachrichtengeschehen geben.