die unglaublichen - the incredibles

die unglaublichen - the incredibles

Der Unterhaltungskonzern Disney kündigte während der Branchenmesse D23 in Anaheim die Entwicklung einer Fortsetzung für die unglaublichen - the incredibles an. Pete Docter, Chief Creative Officer der Pixar Animation Studios, bestätigte vor rund 12.000 Zuschauern im Honda Center, dass Regisseur Brad Bird die kreative Leitung für den dritten Teil der Superhelden-Saga übernimmt. Das Projekt befindet sich laut Pixar in der frühen Phase der Vorproduktion, wobei Bird nach seinen Erfolgen mit den ersten beiden Filmen erneut das Drehbuch verantwortet und Regie führt.

Disney reagiert mit dieser Entscheidung auf die jüngsten Geschäftszahlen, die eine starke Nachfrage nach etablierten Marken des Studios belegen. Laut dem Geschäftsbericht für das dritte Quartal 2024 verzeichnete die Pixar-Sparte durch den Kinostart von Alles steht Kopf 2 einen deutlichen Umsatzanstieg, da der Film weltweit über 1,6 Milliarden US-Dollar einspielte. Analysten der Bank of America wiesen darauf hin, dass die Strategie des Konzerns nun verstärkt auf Fortsetzungen setzt, um die finanzielle Stabilität nach den Verlusten im Streaming-Sektor wiederherzustellen.

Die Geschichte der Superhelden-Familie Parr begann im Jahr 2004 und setzte damals neue Maßstäbe für computeranimierte Spielfilme. Der erste Teil der Reihe gewann zwei Academy Awards, darunter die Auszeichnung für den besten animierten Spielfilm, und spielte weltweit 631 Millionen US-Dollar ein. Der Nachfolger aus dem Jahr 2018 übertraf diese Werte mit einem globalen Einspielergebnis von 1,24 Milliarden US-Dollar deutlich und belegt derzeit Platz fünf der erfolgreichsten Animationsfilme aller Zeiten laut Daten von Box Office Mojo.

Die Rückkehr von Regisseur Brad Bird zu Die Unglaublichen - The Incredibles 3

Brad Bird gilt in der Branche als maßgeblicher Architekt des Erfolgs dieser spezifischen Marke, da er sowohl den visuellen Stil als auch die thematische Tiefe der ersten beiden Werke prägte. Seine Rückkehr wird von Marktbeobachtern als Signal für Kontinuität gewertet, nachdem Pixar in den vergangenen Jahren vermehrt auf neue Regisseure für Originalstoffe gesetzt hatte. Der Regisseur betonte in früheren Interviews mit dem Branchenblatt Variety, dass er eine Fortsetzung nur dann realisieren würde, wenn die Geschichte qualitativ mit den Vorgängern mithalten könne.

Die Produktion findet in den Pixar Animation Studios in Emeryville statt, wo derzeit parallel an Projekten wie Elio und Toy Story 5 gearbeitet wird. Disney-Chef Bob Iger erklärte während einer Telefonkonferenz mit Investoren im August 2024, dass das Studio sein Veröffentlichungsmodell angepasst habe. Das Ziel sei es nun, jährlich etwa zwei bis drei Filme zu produzieren, wobei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen neuen Ideen und bekannten Franchises angestrebt werde.

Technologische Entwicklungen in der Animation

Seit der Veröffentlichung des zweiten Teils vor sechs Jahren haben sich die technischen Möglichkeiten im Bereich des computergestützten Designs massiv gewandelt. Pixar setzt für seine kommenden Produktionen auf eine weiterentwickelte Version der hauseigenen Software RenderMan, die realistischere Licht- und Schatteneffekte ermöglicht. Diese technologische Basis soll dazu dienen, die stilisierte Ästhetik der 1960er Jahre, die das Franchise auszeichnet, in einer höheren Detailtiefe darzustellen.

Die Ingenieure bei Pixar arbeiten laut technischen Berichten der ACM SIGGRAPH kontinuierlich an der Simulation von physikalischen Eigenschaften wie Stoffbewegungen und Haarstrukturen. Für das neue Projekt bedeutet dies eine Verfeinerung der Charaktermodelle, ohne den ikonischen Look der Figuren zu verändern. Besonders die Darstellung komplexer Superkräfte erforderte in der Vergangenheit immense Rechenkapazitäten, die heute effizienter zur Verfügung stehen.

Wirtschaftliche Bedeutung für den Disney-Konzern

Die Ankündigung erfolgt in einer Phase, in der Disney seine Kinostrategie nach der Pandemie neu bewerten musste. Während Eigenproduktionen wie Strange World an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurückblieben, erwiesen sich bekannte Marken als verlässliche Einnahmequellen. Der Erfolg von Alles steht Kopf 2 demonstrierte laut einem Bericht der Financial Times, dass das Publikum bereit ist, für qualitativ hochwertige Animationen in die Kinos zurückzukehren.

Die Merchandising-Sparte des Unternehmens profitiert ebenfalls erheblich von der Wiederbelebung bekannter Charaktere. Interne Schätzungen, die im Rahmen der D23-Präsentationen diskutiert wurden, deuten darauf hin, dass die Konsumgüterverkäufe rund um die Superhelden-Thematik bei jedem neuen Filmstart um zweistellige Prozentbeträge steigen. Dies umfasst Spielzeug, Kleidung und Lizenzprodukte für Freizeitparks weltweit.

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Kritiker werfen dem Studio jedoch vor, durch die Fokussierung auf Sequels die kreative Innovation zu vernachlässigen. David A. Price, Autor von The Pixar Touch, merkte an, dass Pixar ursprünglich für originelle Geschichten stand, die das Genre revolutionierten. Eine zu starke Abhängigkeit von Fortsetzungen könnte langfristig die Marke schwächen, falls die neuen Erzählungen lediglich bekannte Muster wiederholen.

Besetzung und inhaltliche Ausrichtung

Obwohl Details zur Handlung noch unter Verschluss gehalten werden, gehen Branchenexperten davon aus, dass die Kernbesetzung der Sprecher erneut verpflichtet wird. In der englischen Originalfassung liehen Craig T. Nelson, Holly Hunter und Samuel L. Jackson den Hauptfiguren ihre Stimmen. Die Verträge für die Rückkehr dieser Schauspieler werden üblicherweise in einem frühen Stadium der Entwicklung finalisiert, um die Kontinuität der Charaktere zu gewährleisten.

Die unglaublichen - the incredibles thematisierte in der Vergangenheit oft die Balance zwischen familiären Verpflichtungen und der gesellschaftlichen Verantwortung von Individuen mit besonderen Fähigkeiten. Es bleibt abzuwarten, ob der dritte Teil einen zeitlichen Sprung macht oder unmittelbar an die Ereignisse des Vorgängers anknüpft. Fans und Kritiker diskutieren in sozialen Medien bereits intensiv darüber, wie die Entwicklung der jüngsten Familienmitglieder im Zentrum der neuen Geschichte stehen könnte.

Die musikalische Untermalung wird voraussichtlich wieder von Michael Giacchino übernommen, der für seine Arbeit am ersten Teil bereits eine Nominierung für den Grammy erhielt. Sein unverwechselbarer Stil, der an Agententhriller der Mitte des 20. Jahrhunderts erinnert, gilt als fester Bestandteil der Identität des Franchise. Giacchino hat in der Vergangenheit oft mit Brad Bird zusammengearbeitet, unter anderem bei Filmen wie Ratatouille und Mission: Impossible – Ghost Protocol.

Herausforderungen im globalen Kinomarkt

Der internationale Markt hat sich seit 2018 grundlegend verändert, insbesondere durch den Aufstieg von Streaming-Plattformen wie Disney+. Das Unternehmen muss nun entscheiden, wie lange das exklusive Kinofenster für den neuen Animationsfilm bestehen bleibt. In der Vergangenheit führte eine zu frühe Veröffentlichung auf Streaming-Diensten laut Kinobetreiber-Verbänden zu sinkenden Ticketverkäufen bei Familienfilmen.

Zudem sieht sich Pixar einer wachsenden Konkurrenz durch Studios wie Illumination und Sony Pictures Animation gegenüber. Filme wie Der Super Mario Bros. Film oder Spider-Man: Across the Spider-Verse haben gezeigt, dass auch andere Studios visuell innovative und kommerziell erfolgreiche Projekte realisieren können. Disney ist daher gezwungen, nicht nur auf den Markennamen zu setzen, sondern auch produktionstechnisch neue Impulse zu setzen.

In Märkten wie China, die früher einen signifikanten Teil des globalen Einspielergebnisses ausmachten, ist die Nachfrage nach US-amerikanischen Produktionen zuletzt gesunken. Die Motion Picture Association berichtete für das Jahr 2023 von einem Rückgang der Marktanteile Hollywoods in asiatischen Schlüsselmärkten. Das Marketingteam von Disney wird daher Strategien entwickeln müssen, um die globale Relevanz der Geschichte über nationale Grenzen hinweg zu sichern.

Zeitplan und zukünftige Veröffentlichungen

Ein offizieller Starttermin für den Film wurde während der Präsentation noch nicht genannt. Branchenüblich dauert die Produktion eines Pixar-Spielfilms von der ersten Skizze bis zur Kinopremiere etwa vier bis fünf Jahre. Da sich das Projekt in der frühen Phase befindet, rechnen Experten mit einer Veröffentlichung im Jahr 2027 oder 2028.

Bis dahin konzentriert sich Pixar auf den Kinostart von Elio im Jahr 2025 und Toy Story 5 im Jahr 2026. Diese Projekte sollen die Lücke füllen und die Marktpräsenz des Studios festigen, während die Entwicklung der Superhelden-Fortsetzung voranschreitet. Das Management von Disney unterstrich die Bedeutung einer sorgfältigen Planung, um die hohen Erwartungen der Fangemeinde an die Qualität des Endprodukts zu erfüllen.

In den kommenden Monaten werden weitere Details zur Besetzung und erste Teaser-Bilder erwartet, die üblicherweise auf großen Branchenveranstaltungen wie der CinemaCon präsentiert werden. Beobachter der Unterhaltungsindustrie werden genau verfolgen, ob Pixar den Spagat zwischen kommerzieller Verwertung und künstlerischem Anspruch erneut meistern kann. Die strategische Ausrichtung des Studios für die nächsten Jahre hängt maßgeblich vom Erfolg dieser Großprojekte ab.

CL

Christian Lehmann

Christian Lehmann verbindet redaktionelle Sorgfalt mit erzählerischer Klarheit und macht relevante Themen greifbar.