online kartenkonto miles and more

online kartenkonto miles and more

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen am Flughafen Frankfurt, das Terminal ist überfüllt, und Sie blicken sehnsüchtig auf die Lounge-Tür. Sie haben im letzten Jahr über 20.000 Euro über Ihr Online Kartenkonto Miles And More abgewickelt und dachten, die Meilen würden Sie direkt in die Business Class katapultieren. Doch beim Blick auf den Kontostand folgt die Ernüchterung: Es reicht gerade mal für einen Toaster aus dem WorldShop oder einen Economy-Flug nach Mallorca, bei dem die Steuern und Gebühren höher sind als der Ticketpreis bei einer Billigairline. Ich habe diesen Moment bei Kunden hunderte Male erlebt. Die Leute glauben, dass allein der Besitz der Kreditkarte und das bloße Sammeln von Meilen ausreicht, um den "Travel-Lifestyle" zu führen, den das Marketing verspricht. In Wahrheit verbrennen sie Geld, weil sie die Mechanik hinter dem System nicht verstehen. Sie zahlen eine Jahresgebühr, kassieren ein paar Meilen ein und lassen diese dann bei der erstbesten, völlig überteuerten Gelegenheit für Sachprämien liegen. Das ist kein Meilensammeln, das ist eine schlechte Subventionierung des Lufthansa-Konzerns.

Der fatale Glaube an den WorldShop im Online Kartenkonto Miles And More

Der größte Fehler, den fast jeder Einsteiger macht, ist der Klick auf den Meileneinlöse-Button für Koffer, Kopfhörer oder Küchengeräte. Ich habe Kunden gesehen, die 50.000 Meilen für einen Rimowa-Koffer ausgegeben haben. Rechnen wir das kurz durch. Um 50.000 Meilen rein durch Kreditkartenumsätze zu generieren, müssen Sie als Privatperson 100.000 Euro umsetzen (bei einer Ratio von 1 Meile pro 2 Euro). Selbst mit Willkommensboni und Aktionen stecken in diesen Meilen oft Jahre an Gebühren und bewussten Kaufentscheidungen. Ein Meilenwert im WorldShop liegt oft bei lächerlichen 0,3 Cent pro Meile. Wenn Sie Ihre Meilen dort ausgeben, hätten Sie sich die Kreditkarte komplett sparen können. Eine einfache Cashback-Karte wäre profitabler gewesen.

Die Lösung ist simpel, aber erfordert Disziplin: Meilen sind eine Währung, deren Wert schwankt, je nachdem, wofür man sie eintauscht. Der einzige Weg, einen Wert von 2 Cent bis 5 Cent pro Meile zu realisieren, ist das Buchen von Flugprämien in der Business oder First Class, idealerweise über die sogenannten Meilenschnäppchen. Wer seine Meilen für etwas anderes ausgibt, verliert Geld. Punkt. Ich sage das den Leuten immer wieder: Wenn Sie den Staubsauger wollen, kaufen Sie ihn mit Euro. Behalten Sie die Meilen für das Langstreckenticket, das regulär 3.000 Euro kostet, Sie aber nur 55.000 Meilen und 500 Euro Gebühren kostet. Da liegt der Gewinn.

Die Falle der privaten Meilen-Ratio

Viele Nutzer nutzen die private Kreditkarte für alles, ohne zu merken, dass die Sammelrate für Privatpersonen vor einigen Jahren drastisch gesenkt wurde. Früher gab es eine Meile pro Euro, heute ist es oft nur noch eine Meile pro zwei Euro. Wer nur 500 Euro im Monat über die Karte laufen lässt, sammelt im Jahr 3.000 Meilen. Bei einer Jahresgebühr von rund 110 Euro für die Gold-Variante kostet Sie jede Meile fast 4 Cent. Das ist ein katastrophales Geschäft. Sie kaufen Meilen effektiv viel teurer ein, als sie wert sind.

Ich habe oft erlebt, dass Nutzer die Karte behalten, "weil man ja Meilen sammelt", ohne die Fixkosten gegen den Ertrag zu rechnen. Wenn Sie nicht mindestens 10.000 bis 15.000 Euro im Jahr über die Karte umsetzen oder durch Zusatzoptionen wie das Meilen-Abo (Bundle) nachhelfen, legen Sie drauf. In diesem Fall ist es besser, auf eine kostenlose Kreditkarte umzusteigen und die Meilen durch Zeitungsabonnements oder gezielte Aktionen bei Partnern zu generieren. Die Karte dient für Privatpersonen primär dem Schutz vor dem Meilenverfall, nicht als Hauptquelle für den Meilenberg. Wer das nicht versteht, zahlt jedes Jahr eine überhöhte Gebühr für ein Feature, das er kaum nutzt.

Falsche Sicherheit beim Versicherungsschutz durch das Online Kartenkonto Miles And More

Ein weiterer kritischer Punkt ist das Kleingedruckte der Versicherungen. Die Leute fühlen sich sicher, weil sie eine "Goldkarte" in der Tasche haben. Dann passiert etwas auf der Reise, und die Versicherung lehnt ab. Warum? Weil bei vielen Varianten der Karte der Versicherungsschutz nur greift, wenn die Reise auch mit der Karte bezahlt wurde. Ich hatte einen Fall, da buchte ein Reisender seinen Flug über das Firmenkonto und verließ sich bei der Mietwagen-Vollkasko auf seine private Miles & More Kreditkarte. Als der Unfall passierte, saß er auf 2.000 Euro Selbstbeteiligung, weil die Karte beim Bezahlvorgang des Mietwagens nicht zum Einsatz kam.

Der Unterschied zwischen "Reisebezug" und "Pauschalversicherung"

Es gibt Karten auf dem Markt, bei denen der Schutz unabhängig vom Karteneinsatz besteht. Die Miles & More Kreditkarte gehört in den meisten Versionen nicht dazu. Sie müssen den Flug, das Hotel oder den Mietwagen aktiv mit der Karte bezahlen. Wer das vergisst oder für die Reisebuchung eine andere Karte nutzt, weil die vielleicht gerade einen Rabatt bietet, hebelt seinen eigenen Versicherungsschutz aus. Das ist ein klassisches Beispiel dafür, wie man am falschen Ende spart und am Ende doppelt zahlt. Prüfen Sie jedes Jahr die Versicherungsbedingungen, denn diese ändern sich. Was letztes Jahr noch abgedeckt war, kann heute durch eine neue Klausel ausgeschlossen sein.

Den Meilenverfall falsch einschätzen

Es herrscht der Irrglaube, dass Meilen ewig halten, solange man die Kreditkarte hat. Das stimmt zwar grundsätzlich für die Inhaber der Gold-Karte und für Inhaber der Blue-Karte mit einem gewissen Mindestumsatz, aber die Falle schnappt zu, sobald man die Karte kündigt oder herabstuft. Ich habe Menschen gesehen, die über fünf Jahre 200.000 Meilen angesammelt haben. Dann wollten sie die Jahresgebühr sparen, kündigten die Karte und stellten drei Monate später fest, dass ihre Meilen plötzlich ein Ablaufdatum hatten. Meilen verfallen ohne Schutz nach 36 Monaten zum Quartalsende.

Wenn Sie die Karte kündigen, haben Sie oft nur noch eine kurze Schonfrist. Wer dann keinen konkreten Plan für eine Buchung hat, verliert unter Umständen den Gegenwert eines First-Class-Fluges. Das ist besonders bitter, wenn man bedenkt, dass die Meilen über Jahre mühsam "erkauft" wurden. Wenn Sie die Karte loswerden wollen, buchen Sie erst den Flug und kündigen Sie dann. Niemals umgekehrt. Meilen sind keine stabilen Spareinlagen, sie unterliegen einer massiven Inflation durch Entwertung des Programms. Die Fluggesellschaft kann jederzeit die Anzahl der benötigten Meilen für eine Strecke erhöhen. Wer auf Meilen sitzt, ohne sie zu nutzen, sieht zu, wie sein Kapital schmilzt.

Die Fehlkalkulation bei den Steuern und Gebühren

Hier scheitern die meisten Träume vom "Gratis-Flug". Sie haben endlich genug Meilen für einen Flug nach New York zusammen. Sie gehen in Ihr Online Kartenkonto Miles And More und wählen den Flug aus. Dann der Schock: Das System verlangt zusätzlich zu den Meilen 600 Euro an Steuern und Gebühren. "Das ist doch kein Freiflug!", schreien die Leute dann. Und sie haben recht. Lufthansa erhebt hohe Treibstoffzuschläge, die sie als "internationalen Zuschlag" deklarieren.

Wer Meilen auf der Kurzstrecke innerhalb Europas einsetzt, zahlt oft mehr Gebühren, als ein reguläres Ticket bei der Konkurrenz kosten würde. Das ist der Moment, in dem das System gegen Sie arbeitet. Ein Flug von Berlin nach London für 15.000 Meilen plus 120 Euro Gebühren ist Schwachsinn, wenn British Airways den Flug für 90 Euro verkauft.

Ein Vorher/Nachher-Vergleich in der Buchungspraxis

Schauen wir uns an, wie ein Anfänger im Vergleich zu einem Profi agiert.

Der Anfänger sieht, dass er 60.000 Meilen hat. Er bucht damit einen Economy-Flug nach San Francisco für den Sommerurlaub. Er freut sich, dass er "nichts" für das Ticket zahlt, bemerkt aber erst beim Bezahlen, dass er 580 Euro an Gebühren leisten muss. Ein reguläres Ticket hätte ihn im Angebot 750 Euro gekostet. Er hat also 60.000 Meilen eingesetzt, um läppische 170 Euro zu sparen. Das entspricht einem Wert von etwa 0,28 Cent pro Meile. Ein miserables Geschäft.

Der Profi hingegen wartet auf die Meilenschnäppchen. Er bucht für 55.000 Meilen denselben Flug nach San Francisco, aber in der Business Class. Die Gebühren liegen ebenfalls bei etwa 600 Euro. Ein reguläres Business-Class-Ticket auf dieser Strecke kostet jedoch selten unter 2.500 Euro. Der Profi hat also einen Gegenwert von 1.900 Euro (2.500 Euro minus 600 Euro Gebühren) erzielt. Seine 55.000 Meilen haben jetzt einen Wert von etwa 3,45 Cent pro Meile. Er fliegt luxuriös für den Preis eines Economy-Tickets, während der Anfänger für ein Economy-Ticket fast den Normalpreis zahlt und seine Meilen verbrennt.

Die unterschätzte Rolle des Überweisungsservice

Ein Feature, das viele Nutzer entweder ignorieren oder völlig falsch einsetzen, ist der Überweisungsservice. Man kann damit Miete, Strom oder andere Rechnungen über das Kartenkonto bezahlen und dafür Meilen sammeln. Aber Vorsicht: Miles & More lässt sich das mit einer Gebühr von meist 2,5 % bezahlen. Wenn Sie 1.000 Euro Miete überweisen, zahlen Sie 25 Euro Gebühr und erhalten dafür 500 Meilen (als Privatperson). Das bedeutet, Sie kaufen die Meile für 5 Cent das Stück.

Ich habe Nutzer getroffen, die dachten, sie seien schlau und würden so ihren Status "erkaufen". In der Realität zahlen sie einen horrenden Preis für Meilen, die sie später vielleicht nur für 1 Cent oder weniger einlösen. Der Überweisungsservice lohnt sich nur in zwei Szenarien: Entweder Ihnen fehlen nur noch ein paar Meilen für eine große Prämienbuchung, die kurz bevorsteht, oder Sie müssen einen gewissen Mindestumsatz erreichen, um einen fetten Willkommensbonus zu aktivieren. In jedem anderen Fall ist der Überweisungsservice eine reine Geldverbrennungsmaschine für den Nutzer und eine Goldgrube für die Bank. Rechnen Sie immer nach: Wenn die Kosten für die Meilengenerierung höher sind als 1,5 Cent pro Meile, lassen Sie die Finger davon. Alles darüber ist Liebhaberei, kein kluges Finanzmanagement.

👉 Siehe auch: kwan im hood cho temple

Realitätscheck: Lohnt sich der Aufwand wirklich?

Machen wir uns nichts vor: Erfolgreiches Meilensammeln mit der Miles & More Kreditkarte ist kein Selbstläufer. Es ist ein Hobby, das Zeit frisst und mathematisches Verständnis erfordert. Wenn Sie jemand sind, der Rechnungen nicht liest und Kreditkartenabrechnungen nur überfliegt, dann ist dieses System nichts für Sie. Sie werden am Ende nur die Jahresgebühr zahlen und die Meilen ungenutzt verfallen lassen oder für minderwertige Prämien verschleudern.

Es braucht eine klare Strategie. Sie müssen wissen, wann die Meilenschnäppchen veröffentlicht werden (immer am ersten des Monats). Sie müssen bereit sein, Ihre Reiseziele nach der Verfügbarkeit von Prämienplätzen zu richten, nicht nach Ihrem Terminkalender. Und Sie müssen verstehen, dass die Kreditkarte nur ein Werkzeug von vielen ist. Das große Kapital wird durch gezielte Aktionen beim Einkaufen, bei Zeitungsabos oder Hotelportalen gemacht.

Wer glaubt, durch die täglichen Einkäufe beim Bäcker in die First Class zu kommen, wird enttäuscht. Sie müssten Millionen ausgeben, um allein durch den Umsatz ein Ticket nach Fernost zu finanzieren. Der Erfolg kommt durch die Kombination: Willkommensboni mitnehmen, Aktionen (wie 10-fache Meilen bei bestimmten Shops) konsequent nutzen und die Meilen ausschließlich für Langstrecken-Business-Class-Flüge reservieren. Wenn Sie dazu nicht bereit sind, sparen Sie sich die 110 Euro im Jahr und nehmen Sie eine kostenlose Visakarte ohne Meilenfunktion. Das ist die unbequeme Wahrheit, die Ihnen kein Verkäufer am Flughafen erzählt. Meilen sind ein Spiel. Und wie bei jedem Spiel gewinnen nur die, die die Regeln besser kennen als die Bank, die das Spiel betreibt. Wenn Sie nur nach den Standardregeln spielen, gewinnt immer das Haus.

MK

Michael Kaiser

Seit Jahren begleitet Michael Kaiser Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit klarer Einordnung.