san remo gastronomische betriebe gmbh

san remo gastronomische betriebe gmbh

Stellen Sie sich vor, Sie stehen an einem Dienstagmorgen um elf Uhr in einem leeren Gastraum. Die Kaffeemaschine summt, das Personal wartet, und Sie starren auf eine Excel-Tabelle, die Ihnen sagt, dass Sie eigentlich längst profitabel sein müssten. Ich habe das oft gesehen. Jemand übernimmt ein Projekt oder eine Kooperation im Umfeld der San Remo Gastronomische Betriebe GmbH und glaubt, dass der gute Name und die Lage allein die Miete zahlen. Drei Monate später fehlen fünfzigtausend Euro in der Kasse, weil die Personalkosten durch die Decke geschossen sind und die Warenwirtschaft ein schwarzes Loch ist. Es ist schmerzhaft, mitanzusehen, wie gestandene Geschäftsleute an den simpelsten Logistikfragen scheitern, nur weil sie dachten, Gastronomie sei ein Selbstläufer.

Die Illusion der Selbstläufer bei San Remo Gastronomische Betriebe GmbH

Der erste große Fehler, den ich immer wieder beobachte, ist der Glaube an die reine Strahlkraft einer Marke. Viele denken, wenn sie sich an die Strukturen der San Remo Gastronomische Betriebe GmbH hängen oder ein ähnliches Konzept fahren, kommen die Gäste von allein. Das ist Quatsch. In der Praxis bedeutet dieser Name harte Arbeit im Hintergrund. Ich habe Betreiber erlebt, die dachten, sie könnten das Marketing vernachlässigen. Die Konsequenz war eine leere Terrasse zur besten Mittagszeit, während der Laden drei Häuser weiter aus allen Nähten platzte.

Es geht nicht darum, was an der Tür steht. Es geht darum, wie die Schichtpläne aussehen, wenn drei Mitarbeiter gleichzeitig krank werden. Wer hier keine knallharte Kalkulation hat, verliert jeden Tag Geld. Ein Betrieb in dieser Größenordnung verzeiht keine Nachlässigkeit bei den Fixkosten. Wer die Pacht und die Nebenkosten nicht auf den Cent genau im Griff hat, arbeitet nur für den Vermieter und die Energieversorger. Das ist die nackte Wahrheit, die in keinem schicken Businessplan steht, den Ihnen eine Bank verkaufen will.

Das Personalproblem ist kein Mangel sondern ein Managementfehler

In meiner Laufbahn war das Thema Personal immer der größte Kostenblock und gleichzeitig die größte Fehlerquelle. Die meisten scheitern nicht, weil sie keine Leute finden. Sie scheitern, weil sie die falschen Leute zur falschen Zeit einsetzen. Ein Klassiker: Die Spätschicht ist mit vier Personen besetzt, obwohl ab 21 Uhr kaum noch ein Gast kommt. Das kostet pro Abend hunderte Euro, die am Ende des Monats den Gewinn fressen.

Gute Gastronomie in einem professionellen Umfeld braucht keine „Aushilfen“, die nur Teller tragen. Sie braucht Systematik. Wenn der Ablauf in der Küche nicht sitzt, wartet der Gast zwanzig Minuten zu lange auf sein Essen. Das Resultat ist eine schlechte Bewertung bei Google und ein Gast, der nie wiederkommt. Ich habe Betriebe gesehen, die durch genau solche Kleinigkeiten innerhalb von sechs Monaten ihren Ruf ruiniert haben. Man muss verstehen, dass jede Sekunde Wartezeit den Gast Geld kostet — zumindest in seiner Wahrnehmung. Wer das Personal nicht schult, sondern nur „beschäftigt“, verbrennt Kapital.

Warum die Hierarchie in der Küche oft das Genick bricht

Oft versuchen neue Betreiber, die flache Hierarchie aus dem Büro in die Gastronomie zu übertragen. Das klappt nicht. In einem Hochleistungsbetrieb braucht es klare Ansagen. Wenn in der Rushhour diskutiert wird, wer die Gläser poliert, bricht das System zusammen. Ein erfahrener Küchenchef braucht keine Diskussion, er braucht Ergebnisse. Wer hier versucht, zu „demokratisch“ zu führen, wird von den Realitäten des Servicegeschäfts überrollt. Ich habe erlebt, wie ein eigentlich fähiges Team auseinandergefallen ist, weil der Chef jedem gefallen wollte, anstatt klare Kanten zu zeigen.

Die Warenwirtschaft als stiller Killer der Rendite

Ein weiterer Punkt, an dem viele scheitern, ist der Wareneinkauf. Man denkt, ein paar Prozent Unterschied beim Fleischpreis machen den Kohl nicht fett. Falsch gedacht. Bei einem Umsatzvolumen, wie es im Bereich der San Remo Gastronomische Betriebe GmbH üblich ist, summieren sich diese Centbeträge auf tausende Euro im Jahr. Wer nicht täglich die Preise vergleicht und seine Lieferanten unter Druck setzt, zahlt die Zeche.

Ich habe Betreiber gesehen, die Wein kistenweise im Angebot kauften, ohne zu wissen, ob der Lagerplatz überhaupt dafür ausreicht oder ob die Sorte beim Gast ankommt. Das Ergebnis war totes Kapital, das im Keller verstaubte. Ein effizienter Betrieb arbeitet mit einem Warenbestand, der so gering wie möglich und so hoch wie nötig ist. Alles andere ist Träumerei. Man muss die Zahlen kennen. Wer seinen Wareneinsatz nicht auf die zweite Nachkommastelle berechnen kann, sollte die Finger von der Gastronomie lassen.

Vorher und Nachher: Ein praktisches Beispiel aus der Realität

Schauen wir uns an, wie ein typischer Prozess schiefläuft und wie er eigentlich aussehen müsste.

Ein unerfahrener Betreiber — nennen wir ihn Beispiel A — übernimmt ein Objekt. Er bestellt nach Gefühl. Wenn der Kühlschrank leer aussieht, wird angerufen. Am Ende der Woche stellt er fest, dass fünf Kilo Tomaten verschimmelt sind und der teure Fisch nicht bestellt wurde, den der Stammgast am Freitag erwartet. Er hat keinen Überblick über den Verderb und wundert sich, warum die Marge bei mickrigen sechzig Prozent liegt, obwohl er das Dreifache des Einkaufspreises verlangt. Er vergisst die Mehrwertsteuer, den Verschnitt und die Energiekosten für die Kühlung.

Ein Profi — Beispiel B — geht anders vor. Er führt eine tägliche Inventur der Top-Renner durch. Jedes Gramm Fleisch wird gewogen. Er weiß genau, dass aus einem Kilo Rohware nur achthundert Gramm verkaufsfähiges Produkt werden. Er kalkuliert den Verschnitt fest ein. Wenn er merkt, dass der Wareneinsatz um zwei Prozent steigt, sucht er sofort den Fehler: Wird zu viel weggeworfen? Wird falsch portioniert? Oder klaut jemand? Durch diese Akribie sichert er sich eine Marge, die ihn auch durch umsatzschwache Monate bringt. Während Beispiel A nach einem Jahr aufgibt, expandiert Beispiel B, weil er sein Geschäft wie eine Fabrik führt und nicht wie ein Hobby.

Standorte werden überschätzt, Konzepte unterschätzt

Jeder Makler wird Ihnen sagen, dass Lage alles ist. Das ist nur die halbe Wahrheit. Eine gute Lage bringt zwar Laufkundschaft, aber die hohen Pachtkosten fressen den Vorteil oft wieder auf. Ich kenne Läden in Top-Lagen, die trotz voller Tische pleitegegangen sind, weil die Fixkosten astronomisch waren. Ein cleverer Betreiber sucht sich einen Standort, der Potenzial hat, aber nicht bereits am Limit kalkuliert ist.

Viel wichtiger als die Postleitzahl ist das Konzept. Passt das Angebot zur Zielgruppe? Wer Luxus-Pasta in einer Gegend mit Studenten und Geringverdienern anbietet, wird scheitern, egal wie gut das Essen ist. Man muss den Markt lesen können. Das bedeutet: Abends durch die Straßen gehen, die Konkurrenz beobachten und zählen, wie viele Gäste dort wirklich sitzen. Wer sich nur auf Statistiken aus dem Internet verlässt, ist verlassen. Man muss den Asphalt spüren, um zu wissen, ob ein Konzept funktioniert.

Digitalisierung ist kein Allheilmittel für schlechte Abläufe

Es gibt diesen Trend, alles mit Apps und Tablets lösen zu wollen. Ich habe Betriebe erlebt, die tausende Euro in neue Kassensysteme gesteckt haben, während die Küche noch mit Zetteln arbeitet, die ständig verloren gehen. Technik hilft nur dann, wenn die Basis stimmt. Eine App rettet kein Essen, das kalt am Tisch ankommt.

In der Praxis sehe ich oft, dass die Digitalisierung eher zur Ablenkung dient. Der Chef starrt auf Statistiken in seinem Dashboard, während draußen der Service im Chaos versinkt. Man muss zuerst den analogen Ablauf perfektionieren. Wenn die Laufwege der Kellner nicht optimiert sind, bringt auch das schnellste iPad der Welt keinen Zeitvorteil. Erst wenn der Prozess steht, kann man ihn durch Technik beschleunigen. Wer das Pferd von hinten aufzäumt, verschwendet nur Geld für Lizenzen, die niemand richtig nutzt.

Die Falle der Lieferdienste

Viele versuchen, ihren Umsatz durch Lieferplattformen zu retten. Das ist oft der Anfang vom Ende. Die Kommissionen dieser Anbieter sind so hoch, dass nach Abzug der Kosten oft kaum etwas übrig bleibt. Zudem leidet die Qualität des Essens beim Transport. Wer sein gesamtes Geschäftsmodell auf fremde Plattformen stützt, macht sich abhängig und verliert die Kontrolle über seine Marke. Ich rate jedem, das Liefergeschäft nur als kleinen Zusatz zu sehen, nie als tragende Säule.

Realitätscheck: Was es wirklich braucht

Wenn Sie jetzt glauben, Gastronomie sei ein romantischer Beruf, bei dem man abends mit den Gästen ein Glas Wein trinkt, dann wachen Sie auf. Die Realität besteht aus verstopften Abflüssen, unzuverlässigen Lieferanten, Bürokratie und Arbeitszeiten, die jedes Sozialleben zerstören. Erfolg in diesem Bereich ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von fast schon zwanghafter Kontrolle über Prozesse und Zahlen.

Es gibt keine Abkürzung. Sie werden Fehler machen, aber sorgen Sie dafür, dass diese Fehler Sie nicht ruinieren. Wer nicht bereit ist, am Samstagabend selbst in der Spülküche zu stehen, wenn Not am Mann ist, hat in dieser Branche nichts verloren. Es geht um Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, auch bei größtem Stress kühlen Kopf zu bewahren.

Wer diesen harten Weg gehen will, kann sehr erfolgreich sein. Aber es braucht mehr als nur einen guten Koch und ein schönes Logo. Es braucht den Blick eines Buchhalters und die Ausdauer eines Marathonläufers. Diejenigen, die ich scheitern sah, hatten meistens eines gemeinsam: Sie haben die Komplexität unterschätzt und dachten, es würde schon irgendwie klappen. In der Gastronomie klappt nichts „irgendwie“. Entweder man steuert den Betrieb, oder der Betrieb steuert einen selbst — und zwar direkt in die Insolvenz.

Hören Sie auf, nach dem magischen Trick zu suchen. Optimieren Sie Ihren Einkauf, führen Sie Ihr Personal mit Konsequenz und behalten Sie jeden Cent im Auge. Nur so überlebt man in einem Markt, der keine Fehler verzeiht. Es ist kein einfacher Job, aber wenn man die Regeln der Realität akzeptiert, ist es einer der ehrlichsten und profitabelsten Wege, die man gehen kann. Werden Sie zum Experten für Ihre eigenen Zahlen, bevor Sie versuchen, der beste Gastgeber der Stadt zu werden. Das ist der einzige Weg, der funktioniert. Alles andere ist nur teures Hoffen.

TK

Tobias Koch

Mit faktenbasierter Arbeitsweise liefert Tobias Koch Beiträge, die Leserinnen und Lesern Orientierung im Nachrichtengeschehen geben.