wie baut man ein nether portal

wie baut man ein nether portal

Du stehst in deiner Minecraft-Welt, hast dein erstes Haus fertig und die Diamanten glänzen in der Truhe. Jetzt willst du mehr. Du willst Gold, Lohenruten und dieses verfluchte antike Wrack für deine Rüstung. Dafür gibt es nur einen Weg: die Hölle. Viele Anfänger starren auf den schwarzen Stein und fragen sich: Wie Baut Man Ein Nether Portal in dieser riesigen Klötzchenwelt eigentlich am schnellsten? Es ist kein Hexenwerk, aber wer unvorbereitet durch den lila Schleier tritt, landet schneller im Lavasee, als er "Ghast" sagen kann. Ich habe hunderte Stunden in verschiedenen Snapshots und Versionen verbracht. Ich kenne den Frust, wenn der Wassereimer danebengeht und wertvolle Lava zu stinknormalem Stein wird.

Die Grundlagen der Dimensionstore

Bevor du überhaupt den ersten Block setzt, musst du verstehen, was du da tust. Ein Portal ist kein einfaches Bauwerk, sondern eine mathematische Brücke. Die Spielwelt berechnet deine Position im Verhältnis 1 zu 8. Läufst du im Nether acht Blöcke, hast du in der Oberwelt stolze 64 Blöcke zurückgelegt. Das macht das Reisen enorm effizient. Aber bleiben wir beim Bau. Das Standardmaß für ein funktionierendes Tor beträgt vier Blöcke in der Breite und fünf Blöcke in der Höhe. Du brauchst also insgesamt 14 Blöcke Obsidian, wenn du die Ecken füllen willst. Profis lassen die Ecken weg. Das spart Zeit und Nerven. Dann reichen zehn Blöcke.

Man kann diese Rahmen auch deutlich größer bauen. Wer angeben will, zieht das Portal bis auf 23 mal 23 Blöcke hoch. Das sieht beeindruckend aus, frisst aber massiv Ressourcen. Für den Start reicht das kleine Rechteck völlig aus. Du musst auch wissen, dass Obsidian eines der härtesten Materialien im Spiel ist. Ohne eine Diamantspitzhacke stehst du ewig da. Es gibt aber einen Trick für die Faulen oder die Speedrunner unter uns. Man gießt den Rahmen einfach mit Lava und Wasser direkt an Ort und Stelle. Das spart die Suche nach Diamanten im frühen Spielstadium.

Das richtige Werkzeug für den harten Stein

Wenn du den klassischen Weg gehst, brauchst du Diamanten. Drei Stück für die Spitzhacke. Suche auf den Ebenen tief unter der Erde, am besten bei der Koordinate Y=-58 in der aktuellen Version. Sobald du das Werkzeug hast, suchst du stehende Lava. Fließende Lava bringt dir nichts, daraus wird nur Pflasterstein. Schütte einen Wassereimer über die Lavaquelle. Zack, Obsidian. Das Abbauen dauert pro Block fast zehn Sekunden. Das ist zäh. Es ist langweilig. Aber es ist sicher.

Vorbereitungen für den Ernstfall

Du gehst nicht einfach so rüber. Der Nether ist brutal. Nimm mindestens ein Rüstungsteil aus Gold mit. Warum? Die Piglins lassen dich dann in Ruhe. Ohne Gold greifen sie dich sofort an, sobald sie dich sehen. Pack genug Essen ein. Bratenfleisch ist besser als Äpfel. Du brauchst die Sättigung, um im Kampf gegen Skelette oder Lohen zu bestehen. Ein Schild ist ebenfalls lebensnotwendig. Er blockt die Feuerbälle der Ghasts fast vollständig ab. Wer ohne Schild in die rote Hölle springt, spielt mit seinem Leben.

Wie Baut Man Ein Nether Portal ohne Diamanten

Es gibt diese Momente, in denen du einfach keine Lust auf Bergbau hast. Vielleicht willst du den Rekord für das schnellste Durchspielen knacken. Vielleicht findest du einfach keine Diamanten. Hier kommt die Guss-Methode ins Spiel. Du suchst dir einen Lavasee an der Oberfläche oder knapp darunter. Alles, was du brauchst, sind zwei Wassereimer, ein paar Stapel Dreck oder Kopfsteinpflaster und eine Menge Geduld beim Platzieren.

Du baust eine kleine Form aus Dreck. Stell dir das wie eine Backform für Kuchen vor. Du setzt einen Block Lava in die Form und lässt Wasser darüberlaufen. Der Stein erstarrt sofort zu Obsidian. Du wiederholst das, bis der Rahmen steht. Das ist die hohe Kunst des Minecraft-Bauens. Man muss aufpassen, dass man nicht selbst in die Lava fällt. Ein falscher Schritt und dein gesamtes Inventar ist weg. Die Hitze im Spiel ist gnadenlos. Ein kleiner Tipp am Rande: Platziere das Wasser immer so, dass es gegen einen festen Block fließt, bevor es die Lava berührt. So behältst du die Kontrolle über die Strömung.

Fehler beim Gießen vermeiden

Der häufigste Fehler ist die Verwandlung von Lavaquellen in Pflasterstein. Das passiert, wenn das Wasser die Lava von der Seite berührt, während sie fließt. Du musst das Wasser von oben herablassen. Ein weiterer Klassiker ist das Vergessen des Bodens. Ein Portal braucht auch unten zwei Blöcke Obsidian. Viele bauen nur die Säulen und wundern sich, warum es nicht zündet. Achte darauf, dass der Untergrund stabil ist. Sand oder Kies als Fundament sind eine schlechte Idee. Sie rutschen weg und lassen dein Bauwerk einstürzen.

Die Bedeutung der Koordinaten

Bevor du das Portal anzündest, schau auf deine Koordinaten. Drücke F3 auf dem PC. Schreib dir die X- und Z-Werte auf. Wenn du später im Nether ein zweites Portal bauen willst, um schnell nach Hause zu kommen, musst du diese Zahlen durch acht teilen. Das ist die goldene Regel der Fernreise. Wer das ignoriert, kommt hunderte Blöcke von seiner Basis entfernt wieder raus. Das ist besonders ärgerlich, wenn man in einem Ozean-Biom landet.

Aktivierung und die erste Reise

Der Rahmen steht. Er sieht schwarz und mächtig aus. Jetzt kommt der große Moment. Du brauchst ein Feuerzeug. Ein Eisenbarren und ein Feuerstein. Den Feuerstein kriegst du aus Kies. Buddel einfach so lange Kies ab, bis es klickt. Kombiniere beide im Inventar. Klicke mit dem Feuerzeug auf die Innenseite des Rahmens. Wenn alles stimmt, füllt sich der Raum mit einem lila schimmernden Wirbel. Das Geräusch ist unverkennbar. Ein tiefes Wummern, das fast ein bisschen unheimlich klingt.

Geh hinein, aber bleib stehen. Das Spiel muss die neue Welt erst generieren. Das dauert ein paar Sekunden. Dein Bildschirm wackelt. Wenn die Sicht wieder klar wird, bist du im Nether. Schau dich sofort um. Bau eine kleine Hütte aus Kopfsteinpflaster um dein Portal herum. Warum Kopfsteinpflaster? Ghasts können es mit ihren Feuerbällen nicht zerstören. Netherstein hingegen brennt ewig und explodiert leicht. Dein Portal ist deine einzige Rückfahrkarte. Wenn ein Ghast das Feuer im Rahmen löscht und du kein Feuerzeug dabei hast, bist du gestrandet. Das ist der Albtraum jedes Spielers.

Schutzmaßnahmen im Nether

Kopfsteinpflaster ist dein bester Freund. Es ist hässlich, aber effektiv. Baue Mauern. Baue eine Decke. Die fliegenden Quallen im Nether zielen auf dich, treffen aber oft das Portal. Wenn das passiert, geht das lila Licht aus. Du stehst dann in der Hitze und kommst nicht weg. Man kann das Portal zwar mit einer Feuerladung oder einem geschickt umgelenkten Ghast-Feuerball wieder aktivieren, aber wer will schon dieses Risiko eingehen? Sei schlau. Bau eine Festung um dein Tor.

Die Gefahren der Umgebung

Du landest vielleicht in einem Seelensand-Tal. Das ist der schlimmste Ort für den Start. Du bist langsam, Skelette schießen aus der Ferne und überall brennt blaues Feuer. Wenn das passiert, renn nicht einfach los. Baue dich vorsichtig voran. Ein anderes Biom sind die purpurnen Wälder. Hier leben Hoglins. Das sind aggressive Wildschweine, die dich in die Luft schleudern. Sie mögen keine Wirrpilze. Nimm ein paar davon mit, um sie auf Abstand zu halten. Information ist im Nether alles. Wer die Biome kennt, überlebt länger.

Fortgeschrittene Techniken und Automatisierung

Wenn du länger spielst, willst du Komfort. Ein Portal per Hand anzünden ist altmodisch. Man kann das automatisieren. Ein Spender mit einem Feuerzeug darin kann das Portal auf Knopfdruck aktivieren. Ein zweiter Spender mit einem Wassereimer löscht es wieder. Das ist nützlich, wenn du verhindern willst, dass Piglins in deine Oberwelt-Basis schlendern. Die nerven nämlich gewaltig, wenn sie deine Kisten blockieren oder Geräusche machen.

In der technischen Community von Minecraft gibt es noch krassere Designs. Es gibt Portale, die so groß sind, dass ganze Goldfarmen darauf basieren. Durch die schiere Größe spawnen mehr Zombifizierte Piglins, die man dann in eine Falle lockt. Aber für den normalen Spieler ist das erst einmal Zukunftsmusik. Es zeigt nur, wie tief die Mechanik geht. Wer weiß, wie baut man ein nether portal in verschiedenen Varianten, beherrscht das Spiel auf einem ganz anderen Level.

Goldfarmen und Portale

Die Mechanik hinter Goldfarmen ist faszinierend. Jedes Mal, wenn ein Portalblock einen Tick erhält, besteht eine winzige Chance, dass ein Piglin erscheint. Bei riesigen Portalen summiert sich das. Man baut dann Maschinen, die das Portal hunderte Male pro Minute an- und ausschalten. Das erzeugt eine Armee von Piglins, die Goldbarren fallen lassen. Das ist der Grund, warum erfahrene Spieler oft riesige schwarze Rahmen in der Wüste stehen haben. Gold ist die Währung für das Tauschen mit Piglins. Du gibst ihnen Gold, sie geben dir Perlen, Tränke oder Obsidian. Ein ewiger Kreislauf.

Das Verknüpfen von Portalen

Das ist die Königsdisziplin. Stell dir vor, du hast eine Basis im Dschungel und eine in der Wüste. Zu Fuß dauert das zehn Minuten. Durch den Nether nur eine Minute. Du musst die Portale exakt verknüpfen. Das bedeutet: Koordinaten der Oberwelt nehmen, durch acht teilen, in den Nether gehen und exakt dort das Gegenstück bauen. Wenn du auch nur zwei Blöcke daneben liegst, zieht dich das Spiel vielleicht in ein falsches Portal. Das kann frustrierend sein, aber wenn es klappt, fühlt es sich fantastisch an. Es ist wie ein eigenes U-Bahn-Netz durch die Hölle.

Häufige Mythen und Fehler

Es gibt viele Gerüchte. Manche behaupten, man könne das Portal mit Goldrahmen bauen. Das ist Quatsch. Nur Obsidian funktioniert. Andere denken, man müsse im Nether schlafen. Tu das niemals. Ein Bett im Nether explodiert sofort. Die Explosion ist stärker als die von TNT. Betten sind in dieser Dimension nur als Waffen gegen den Enderdrachen oder zum schnellen Abbauen von Schutt zu gebrauchen. Wenn du deinen Rückspunk setzen willst, brauchst du einen Seelenanker. Den lädst du mit Glowstone auf. Das ist die einzige sichere Methode, um im Nether wieder aufzuwachen.

Ein weiterer Fehler ist das Bauen des Portals direkt neben einer Holzwand. Obsidian brennt zwar nicht, aber das Feuer im Portal kann auf benachbarte Blöcke überspringen. Ich habe schon ganze Lagerhäuser abbrennen sehen, nur weil jemand das Portal zu nah an die Fichtenstämme gebaut hat. Lass mindestens zwei Blöcke Platz oder verwende Stein für die Umgebung. Sicherheit geht vor Ästhetik, zumindest am Anfang.

Die Rolle des Crying Obsidians

Vielleicht hast du in Ruinen diesen weinenden Obsidian gefunden. Er leuchtet lila und sieht cool aus. Aber Vorsicht: Man kann daraus kein Nether-Portal bauen. Er dient ausschließlich dem Handwerk für den Seelenanker. Viele Anfänger versuchen, den Rahmen mit einer Mischung aus normalem und weinendem Obsidian zu flicken. Das Portal wird niemals zünden. Du brauchst den reinen, tiefschwarzen Stein.

Ruinierte Portale in der Welt

Seit einigen Versionen gibt es überall in der Welt verfallene Portale. Das sind großartige Startpunkte. Oft fehlt nur ein einziger Block Obsidian. Manchmal findest du in den Truhen daneben sogar eine Goldspitzhacke oder direkt ein Feuerzeug. Es lohnt sich immer, diese Ruinen zu reparieren. Es spart Ressourcen und gibt dir oft einen interessanten Startpunkt im Nether. Wer Glück hat, findet dort auch direkt Goldblöcke im Boden. Ein schöner Bonus für jeden Entdecker.

Vorbereitung auf die Suche nach Festungen

Wenn du im Nether bist, suchst du wahrscheinlich eine Festung. Das sind diese riesigen Brücken aus dunklen Ziegeln. Dort findest du Lohen. Ohne Lohenruten gibt es kein Brauen von Tränken und keinen Weg zum Ende des Spiels. Die Festungen generieren sich oft in Streifen entlang der Z-Achse. Wenn du keine findest, lauf nach Osten oder Westen. Irgendwann stößt du auf eine. Markiere dir den Weg. Der Nether sieht überall gleich aus. Man verläuft sich ohne Fackeln oder Markierungen innerhalb von Minuten.

Nimm auch ein paar leere Glasflaschen mit. In den Festungen wächst Net herwarze. Die brauchst du für fast jeden Trank im Spiel. Ohne diese kleine rote Pflanze kommst du im Alchemie-Bereich nicht weit. Es ist sinnvoll, die Warze direkt mitzunehmen und in der Oberwelt auf Seelensand anzupflanzen. So hast du immer Nachschub. Das ist effizientes Zeitmanagement. Wer will schon jedes Mal zurück in die Gefahr, nur um ein paar Zutaten zu holen?

Der Kampf gegen Lohen

Lohen sind gefährlich. Sie fliegen und schießen drei Feuerbälle hintereinander. Ein Schild ist hier dein bester Freund. Du kannst die Feuerbälle einfach abblocken. Wenn du Lohenruten sammelst, achte auf dein Umfeld. Oft spawnen Skelette hinter dir. Ein Sturz in die Lava während eines Kampfes ist das Ende deiner Reise. Wenn du kannst, nutze Schneebälle. Lohen hassen Schnee. Es klingt lustig, aber Schneebälle machen ihnen tatsächlich Schaden. Das ist eine günstige Alternative zu Pfeil und Bogen.

Den Rückweg sichern

Ich kann es nicht oft genug sagen: Schreib dir die Koordinaten deines Portals auf. Es gibt nichts Schlimmeres, als mit 30 Leveln Erfahrung und vollem Inventar orientierungslos durch die roten Wälder zu irren. Man kann sich zwar mit Kompassen orientieren, aber nur, wenn man sie mit einem Magnetit-Block koppelt. Ein normaler Kompass dreht im Nether völlig durch. Er ist nutzlos. Verlass dich auf Zahlen oder eine klare Spur aus Fackeln.

Der Weg in den Nether ist ein Meilenstein in jedem Minecraft-Abenteuer. Es ist der Moment, in dem aus einem einfachen Überlebensspiel ein echtes Epos wird. Du meisterst die Hitze, du bezwingst die Kreaturen und du nutzt die Portale für deine Zwecke. Es ist der Einstieg in das fortgeschrittene Gameplay. Alles, was du danach tust – ob Tränke brauen oder Elytren suchen – basiert auf diesem einen Schritt durch den lila Nebel.

Informationen zu den Spielmechaniken findest du oft im offiziellen Minecraft Wiki, das eine verlässliche Quelle für technische Details ist. Wer sich für die mathematischen Hintergründe der Weltgenerierung interessiert, kann sich auch bei der Minecraft-Website umschauen. Es hilft immer, die Logik hinter den Blöcken zu verstehen. Minecraft ist schließlich mehr als nur ein Spiel; es ist ein System aus Regeln, die man zu seinem Vorteil nutzen kann.

Hier sind deine nächsten Schritte, um loszulegen:

  1. Sammle drei Diamanten für eine Spitzhacke oder besorge dir mindestens zwei Eimer für die Guss-Methode.
  2. Suche einen Lavasee tief unter der Erde oder an der Oberfläche.
  3. Baue oder gieße einen Rahmen aus Obsidian mit den Mindestmaßen von 4x5 Blöcken (Ecken können weggelassen werden).
  4. Stelle ein Feuerzeug aus Eisen und Feuerstein her und zünde den Rahmen an.
  5. Rüste dich mit einem Goldteil und einem Schild aus, bevor du hindurchtrittst.
  6. Sichere das Portal im Nether sofort mit Kopfsteinpflaster gegen Ghasts.

Viel Erfolg da unten. Pass auf die Lava auf und lass dich nicht von den Piglins übers Ohr hauen. Der Nether ist gefährlich, aber die Belohnungen sind es wert. Wer einmal die Macht von Netherite-Ausrüstung gespürt hat, will nie wieder zurück zu einfachem Eisen. Dein Abenteuer beginnt jetzt richtig.

HH

Hannah Hartmann

Mit faktenbasierter Arbeitsweise liefert Hannah Hartmann Beiträge, die Leserinnen und Lesern Orientierung im Nachrichtengeschehen geben.