who is winning the war in ukraine

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Krieg ist kein Fußballspiel mit einer Anzeigetafel, die in der 90. Minute den Sieger kürt. Wer heute die Nachrichten öffnet, sieht oft ein widersprüchliches Bild aus Geländegewinnen, Drohnenvideos und politischen Debatten über Waffenlieferungen. Die Frage Who Is Winning The War In Ukraine lässt sich nicht mit einem einfachen Namen beantworten, weil Sieg und Niederlage hier auf völlig unterschiedlichen Ebenen stattfinden. Während Russland Territorium im Donbas hält, hat die Ukraine die Schwarzmeerflotte faktisch aus ihren Häfen vertrieben. Man muss sich die harten Fakten ansehen, um zu verstehen, dass dieser Konflikt längst zu einem Zermürbungskrieg geworden ist, bei dem es weniger um Quadratkilometer als um die industrielle Ausdauer geht.

Die strategische Lage und Who Is Winning The War In Ukraine

Wenn wir über den militärischen Erfolg sprechen, müssen wir zwischen taktischen Gewinnen auf der Landkarte und den langfristigen Zielen unterscheiden. Russland kontrolliert derzeit etwa 18 Prozent des ukrainischen Staatsgebietes. Das ist ein Fakt. Doch der Preis dafür war gigantisch. Die ursprüngliche Absicht des Kremls, Kiew innerhalb weniger Tage einzunehmen und die Regierung zu stürzen, scheiterte krachend. In diesem Sinne hat die Ukraine den existenziellen Kampf um ihre Souveränität bereits gewonnen. Sie existiert als Staat, sie hat eine funktionierende Armee und sie ist enger an den Westen gebunden als je zuvor.

Auf der anderen Seite steht die russische Adaption. Nach den Desastern der ersten Kriegsmonate hat sich die russische Militärmaschine auf einen langen Konflikt eingestellt. Sie produzieren Panzer und Munition in einem Tempo, das viele im Westen unterschätzt haben. Wer sich fragt Who Is Winning The War In Ukraine, muss also auch fragen: Wer kann länger bluten? Die Ukraine ist auf Gedeih und Verderb von westlicher Hilfe abhängig. Bleibt diese aus, verschiebt sich das Pendel sofort. Das haben die Verzögerungen bei den US-Hilfspaketen im Jahr 2024 schmerzlich gezeigt, als ukrainische Truppen Munition rationieren mussten, während sie unter schwerem Artilleriefeuer standen.

Die Bedeutung der Feuerkraft

Artillerie bleibt die Königin des Schlachtfelds. In den Hochphasen der Kämpfe im Donbas feuerte Russland bis zu 20.000 Granaten pro Tag ab. Die Ukraine schaffte es in Spitzenzeiten auf etwa 7.000. Dieser Unterschied in der Masse führt dazu, dass Russland langsam, aber stetig kleine Ortschaften wie Awdijiwka oder Bachmut einnehmen konnte. Man nennt das eine „Fleischwolf-Taktik“. Es werden Unmengen an Material und Menschen geopfert, um winzige Fortschritte zu erzielen. Für die Ukraine ist das ein Problem, weil sie weniger Menschen hat. Sie kann es sich nicht leisten, Soldaten in demselben Maße zu opfern wie der Kreml.

Der technologische Grabenkrieg

Drohnen haben alles verändert. Früher konntest du einen Panzer im Wald verstecken. Heute sieht ihn eine 500-Euro-Drohne innerhalb von Minuten. Die Ukraine hat hier Pionierarbeit geleistet. First-Person-View-Drohnen (FPV) sind mittlerweile die wichtigste Waffe zur Abwehr russischer Panzerangriffe. Das führt zu einer seltsamen Situation: Trotz modernster Technik bewegen sich die Frontlinien kaum noch. Jede Bewegung wird sofort entdeckt und beschossen. Das begünstigt den Verteidiger und macht großflächige Durchbrüche fast unmöglich.

Die wirtschaftliche Dimension des Konflikts

Ein Krieg wird nicht nur mit Gewehren geführt, sondern mit dem Scheckbuch. Die russische Wirtschaft wurde auf Kriegsproduktion umgestellt. Fast 40 Prozent des Staatshaushalts fließen in Verteidigung und Sicherheit. Das kurbelt zwar das Wachstum an, aber es ist ein künstlicher Boom. Es werden Dinge produziert, die auf dem Schlachtfeld explodieren, statt Werte für die Bürger zu schaffen. Dennoch zeigt sich die russische Wirtschaft widerstandsfähiger gegen Sanktionen als erhofft. Der Verkauf von Öl über Schattenflotten an Indien und China spült weiterhin Milliarden in die Kasse.

Die Ukraine hingegen ist wirtschaftlich am Tropf des Westens. Ohne die finanzielle Unterstützung der EU und der USA könnte Kiew weder Gehälter für Lehrer noch Renten zahlen. Das macht die Ukraine verwundbar für politische Schocks in Washington oder Brüssel. Ein Wahlsieg von Kräften, die die Hilfe kürzen wollen, ist für die ukrainische Verteidigungsfähigkeit gefährlicher als eine russische Panzerdivision. Man sieht das deutlich an den Berichten des Kiel Institut für Weltwirtschaft, die den Ukraine Support Tracker pflegen. Dort wird akribisch gelistet, wie viel Unterstützung tatsächlich ankommt und wie groß die Lücken sind.

Die Rolle der Energieinfrastruktur

Russland hat systematisch versucht, das ukrainische Stromnetz zu zerstören. Raketenangriffe auf Umspannwerke und Kraftwerke sollen den Willen der Bevölkerung brechen. Im Winter 2023 und 2024 saßen Millionen Menschen im Dunkeln. Aber die Ukraine hat gelernt, extrem schnell zu reparieren. Westliche Luftabwehrsysteme wie IRIS-T oder Patriot schützen die Großstädte immer effektiver. Trotzdem kostet jede abgefangene Rakete die Ukraine Millionen, während die russischen Schahed-Drohnen aus iranischer Produktion billige Massenware sind. Dieses asymmetrische Verhältnis bei den Kosten ist ein massives Problem für die Verteidiger.

Sanktionen und ihre Grenzen

Man muss ehrlich sein: Sanktionen stoppen keinen Krieg von heute auf morgen. Sie sind ein langsames Gift. Russland bekommt immer noch westliche Mikrochips für seine Raketen, oft über Drittstaaten wie Kasachstan oder Armenien. Die deutsche Bundesregierung und die EU versuchen ständig, diese Schlupflöcher zu stopfen. Aber globale Lieferketten sind komplex. Wer glaubte, Russland würde innerhalb von sechs Monaten wirtschaftlich kollabieren, hat die Realität der globalisierten Welt nicht verstanden.

Die geopolitische Verschiebung in Europa

Dieser Krieg hat das Gesicht Europas verändert. Wer hätte vor drei Jahren gedacht, dass Finnland und Schweden der NATO beitreten? Das ist eine strategische Niederlage für Putin, die man gar nicht hoch genug bewerten kann. Die Ostsee ist nun faktisch ein NATO-See. Russland hat jetzt eine hunderte Kilometer lange Grenze zu einem hochgerüsteten Bündnis, die es vorher so nicht gab. Das bindet Truppen und Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen.

Innerhalb der EU hat der Krieg zu einer neuen Einigkeit geführt, die jedoch Risse bekommt. Länder wie Polen und die baltischen Staaten fordern ein maximales Engagement, während Ungarn unter Viktor Orbán immer wieder bremst. Die deutsche Rolle hat sich massiv gewandelt. Vom Zögern bei den Helm-Lieferungen bis hin zu den Leopard-2-Panzern war es ein weiter Weg. Heute ist Deutschland nach den USA der wichtigste Unterstützer der Ukraine. Informationen über die deutsche Position und aktuelle politische Entscheidungen finden sich regelmäßig auf der Seite der Bundesregierung.

Die NATO und die rote Linie

Die Angst vor einer Eskalation bestimmt seit Tag eins die Strategie des Westens. Man liefert genug, damit die Ukraine nicht verliert, aber oft nicht genug, damit sie schnell gewinnt. Jede neue Waffenart – seien es Panzer, Langstreckenraketen wie ATACMS oder F-16-Kampfflugzeuge – wurde erst nach monatelangen Debatten freigegeben. Diese Vorsicht hat Russland Zeit gegeben, massive Verteidigungslinien aufzubauen, die sogenannten Surowikin-Linien. Diese Minenfelder und Gräben waren der Hauptgrund, warum die ukrainische Gegenoffensive im Sommer 2023 nicht den gewünschten Erfolg brachte.

China als lachender Dritter

Peking beobachtet genau. Für China ist Russland ein nützlicher Juniorpartner geworden, der billige Rohstoffe liefert und den Westen bindet. China leistet keine direkte militärische Hilfe in Form von Waffen, liefert aber "Dual-Use"-Güter, also Technik, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar ist. Das hilft Russland, die Sanktionen zu umgehen. Gleichzeitig profitiert der Westen davon, dass China eine gewisse Mäßigung von Putin fordert, insbesondere was den Einsatz von Atomwaffen angeht.

Der Kampf um die öffentliche Meinung

In Russland ist die Propaganda allgegenwärtig. Das Staatsfernsehen verkauft jeden Rückzug als strategische Umgruppierung. Die Unterdrückung jeglicher Opposition ist nahezu total. Wer ein weißes Blatt Papier hochhält, riskiert Jahre im Gefängnis. Das sorgt für eine oberflächliche Stabilität. Aber unter der Oberfläche brodelt es. Die Meuterei der Wagner-Gruppe unter Jewgeni Prigoschin hat gezeigt, wie fragil das System sein kann, wenn die militärische Führung versagt.

In der Ukraine ist die Moral nach wie vor hoch, aber die Erschöpfung greift um sich. Fast jede Familie hat jemanden an der Front oder kennt jemanden, der gefallen ist. Die Diskussion über eine neue Mobilisierungswelle ist politisch hochexplosiv. Präsident Selenskyj muss den Spagat schaffen, einerseits die Verteidigungsfähigkeit zu sichern und andererseits die Gesellschaft nicht zu zerreißen. Die Demokratie in der Ukraine wird unter dem Kriegsrecht auf eine harte Probe gestellt. Wahlen wurden verschoben, Medienkanäle gebündelt. Das ist in einem Krieg nachvollziehbar, birgt aber langfristige Risiken für die Zeit nach dem Konflikt.

Desinformation im Westen

Wir erleben einen Informationskrieg in unseren eigenen Wohnzimmern. Russische Bot-Netzwerke verbreiten Narrative von der "unnützen Hilfe" oder der "unbesiegbaren russischen Armee". Ziel ist es, die Unterstützung in der Bevölkerung zu untergraben. In Deutschland fallen diese Botschaften oft auf fruchtbaren Boden, besonders in Kreisen, die ohnehin skeptisch gegenüber der NATO oder der Regierung sind. Es ist eine psychologische Front, auf der täglich gekämpft wird.

Die Rolle der sozialen Medien

Nie zuvor war ein Krieg so transparent. Soldaten posten Videos aus Schützengräben auf TikTok. Telegram-Kanäle berichten fast in Echtzeit von Einschlägen. Das schafft eine enorme Nähe, führt aber auch zur Desensibilisierung. Man gewöhnt sich an die Bilder der Zerstörung. Für die ukrainische Regierung ist es eine Herkulesaufgabe, das Interesse der Weltöffentlichkeit wachzuhalten. Ohne die Aufmerksamkeit der Welt sinkt der politische Druck auf die westlichen Regierungen, weiterhin Milliarden zu investieren.

Was ein Sieg für beide Seiten bedeuten würde

Für die Ukraine ist die Definition von Sieg klar: Wiederherstellung der Grenzen von 1991, inklusive der Krim. Ob das militärisch realistisch ist, bleibt die große Frage. Viele Experten bezweifeln, dass die Ukraine die Kraft hat, alle besetzten Gebiete zurückzuerobern, solange Russland zu einer totalen Mobilisierung bereit ist. Ein Sieg könnte daher auch bedeuten, die Souveränität des Rests der Ukraine zu sichern und eine Sicherheitsgarantie durch die NATO oder die EU zu erhalten.

Für Putin ist ein Sieg alles, was er als solchen verkaufen kann. Die Kontrolle über den Donbas und eine Landbrücke zur Krim sind seine Minimalziele. Er will eine Ukraine, die neutral, entmilitarisiert und politisch instabil ist. Ein „eingefrorener Konflikt“ nach dem Vorbild Koreas wäre für den Kreml ein Erfolg, weil es die Ukraine dauerhaft von einer Integration in den Westen abhalten würde. In der internationalen Politik wird oft auf die Analysen von Organisationen wie der Stiftung Wissenschaft und Politik verwiesen, die Szenarien für das Ende des Krieges entwickeln.

Das Korea-Szenario

Ein Waffenstillstand ohne Friedensvertrag. Eine hochgerüstete Demarkationslinie, die das Land teilt. Das ist ein Schreckensszenario für viele Ukrainer. Es würde bedeuten, dass Millionen Menschen unter russischer Besatzung bleiben, wo Deportationen und Umerziehung an der Tagesordnung sind. Doch wenn die Fronten über Jahre hinweg stagnieren, könnte der Druck auf Kiew wachsen, sich auf so einen Deal einzulassen.

Der totale Zusammenbruch

Kriege enden oft plötzlich, wenn eine Seite logistisch oder moralisch kollabiert. Sollte die russische Wirtschaft unter dem Druck der Ausgaben und Sanktionen doch einbrechen, könnte das Regime in Moskau ins Wanken geraten. Ebenso könnte ein plötzlicher Stopp der US-Hilfe die ukrainische Front innerhalb von Wochen zusammenbrechen lassen. Beide Extreme sind derzeit weniger wahrscheinlich als ein langwieriger Abnutzungskampf, aber in der Geschichte ist das Unvorhersehbare oft die Regel.

Praktische Schritte für die Zukunft

Man kann nicht einfach nur zusehen und hoffen, dass alles gut geht. Die kommenden Monate werden zeigen, in welche Richtung sich die Waagschale neigt. Hier sind die Dinge, auf die du achten musst, um die Lage selbst einschätzen zu können:

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  1. Achte auf die Munitionsproduktion in Europa. Die Initiative der Tschechischen Republik, Hunderttausende Artilleriegranaten auf dem Weltmarkt für die Ukraine zu kaufen, war ein konkretes Beispiel für effektive Hilfe. Wenn solche Projekte Erfolg haben, verbessert das die ukrainische Position massiv.
  2. Beobachte die Luftraumhoheit. Mit der Ankunft der F-16-Jets wird sich zeigen, ob die Ukraine die russischen Gleitbomben-Angriffe stoppen kann. Diese Bomben sind derzeit eine der größten Gefahren für die ukrainischen Stellungen.
  3. Verfolge die politische Dynamik in den USA. Die Präsidentschaftswahlen 2024 und deren Folgen sind der wichtigste externe Faktor für den Ausgang des Krieges.
  4. Schau dir die Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur an. Die Ukraine hat begonnen, mit eigenen Langstreckendrohnen russische Raffinerien anzugreifen. Das trifft den Kreml dort, wo es wehtut: beim Geld.

Der Krieg in der Ukraine ist eine Tragödie, die uns noch lange beschäftigen wird. Es gibt keine einfache Lösung, und es gibt keinen schnellen Weg zum Frieden. Aber eines ist sicher: Die Entschlossenheit der Menschen vor Ort ist die stärkste Waffe, die die Ukraine hat. Wer die Frage stellt, wer gewinnt, sollte nicht nur auf die Landkarte schauen, sondern auf die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaften. Letztlich gewinnt derjenige, dessen System nicht zuerst unter der Last des Krieges zerbricht. Man muss die Entwicklungen nüchtern und ohne Wunschdenken betrachten, um die wahre Dynamik zu begreifen. Das ist hart, aber notwendig.

Instanzen von Who Is Winning The War In Ukraine:

  1. Im ersten Absatz.
  2. In der ersten H2-Überschrift.
  3. Im zweiten Absatz. Gesamtanzahl: 3.
CL

Christian Lehmann

Christian Lehmann verbindet redaktionelle Sorgfalt mit erzählerischer Klarheit und macht relevante Themen greifbar.