Druckerkauf ist meistens eine Qual. Man steht im Elektromarkt vor einer Wand aus Plastikgehäusen und weiß genau: Das Gerät ist billig, aber die Patronen fressen einen später bei lebendigem Leibe auf. Wer viel druckt, hat dieses Spiel satt. Genau hier setzen Tintentankdrucker an. Ich habe mir das Gerät genau angeschaut, um zu sehen, ob das Versprechen von extrem niedrigen Kosten pro Seite im Alltag wirklich hält. In diesem HP Smart Tank 5106 Test wird schnell klar, dass wir uns von dem klassischen Patronen-Modell verabschieden sollten, wenn das Home-Office mehr als nur zwei Briefe im Monat produziert. Es geht nicht mehr darum, ob das Gerät schick aussieht. Es geht darum, ob der Druckkopf nach drei Wochen Urlaub eintrocknet und ob die App-Steuerung einen in den Wahnsinn treibt.
Das Ende der Patronen-Abzocke im HP Smart Tank 5106 Test
Wer früher einen günstigen Drucker kaufte, zahlte für einen Satz neuer Patronen oft fast so viel wie für die gesamte Hardware. Das ist Wahnsinn. Dieses Modell bricht mit dieser Tradition. Anstatt kleiner Plastikkassetten mit ein paar Millilitern Inhalt kommen hier Flaschen zum Einsatz. Man kippt die Farbe direkt in die Tanks an der Vorderseite. Das Sichtfenster verrät sofort, wie viel Saft noch im System ist. Das ist ehrlich. Man sieht den Stand. Man schätzt nicht.
HP gibt an, dass die mitgelieferte Tinte für bis zu 6.000 Schwarzweiß-Seiten oder 6.000 Farbseiten reicht. Das klingt nach Marketing-Voodoo. In der Praxis kommt es natürlich auf die Deckung an. Wenn man vollflächige Fotos druckt, schrumpft dieser Wert rapide. Aber für den normalen Schriftverkehr, Hausaufgaben oder Rechnungen ist das ein Volumen, das bei herkömmlichen Patronen hunderte Euro kosten würde. Hier reden wir über einen Bruchteil davon.
Wie das Nachfüllen ohne Sauerei klappt
Ich war skeptisch. Tinte aus Flaschen erinnert an alte Zeiten, in denen man mit Spritzen und Handschuhen hantierte. HP nutzt jedoch ein Bajonett-System. Man setzt die Flasche kopfüber auf den Stutzen. Es gluckert kurz. Nichts tropft daneben. Das Ventil öffnet erst, wenn die Flasche fest sitzt. Das ist sauber gelöst. Selbst wenn man zwei linke Hände hat, bleibt der Schreibtisch weiß.
Die Sache mit dem Druckkopf
Ein kritischer Punkt bei Tintentankern ist der Druckkopf. Er ist das Herzstück. Bei diesem Modell sind die Druckköpfe modular. Man setzt sie bei der Ersteinrichtung selbst ein. Das hat einen riesigen Vorteil: Wenn nach Jahren mal etwas verstopft ist und die Reinigungsprogramme versagen, tauscht man den Kopf einfach aus. Man muss nicht den ganzen Drucker wegwerfen. Das ist nachhaltiger als das, was wir in den letzten zehn Jahren bei Einstiegsgeräten gesehen haben. Auf der offiziellen HP Support-Seite findet man dazu bebilderte Anleitungen, was den Prozess entmysti... ich meine, was den Prozess sehr viel einfacher macht.
Einrichtung und die HP Smart App im Alltag
Man kommt heute kaum noch um eine App herum. Das nervt manche. Ich verstehe das. Trotzdem ist der Prozess hier recht geradlinig. Man lädt die App auf das Smartphone, schaltet Bluetooth ein und der Drucker wird sofort erkannt. Das WLAN-Setup läuft fast automatisch ab. Es gibt kein mühsames Eintippen von Passwörtern über ein winziges Display am Gerät selbst.
Das Bedienfeld am Gerät
Das Display am Drucker ist minimalistisch. Es ist ein kleines LC-Display ohne Hintergrundbeleuchtung. Man sieht die Anzahl der Kopien und ein paar Statussymbole für das WLAN. Das reicht aus. Wer komplexe Einstellungen vornehmen will, macht das ohnehin am PC oder am Handy. Es gibt physische Tasten für Farb- und Schwarzweißkopien. Das ist intuitiv. Man drückt die Taste, der Scanner legt los. Fertig.
Cloud-Druck und Mobilität
Ein großer Pluspunkt ist die Möglichkeit, von überall zu drucken. Man schickt ein Dokument per E-Mail an eine spezifische Adresse des Druckers. Wenn man nach Hause kommt, liegt das Blatt im Ausgabefach. Das funktioniert stabil. Auch das Scannen direkt aufs Handy klappt ohne Aussetzer. Die App korrigiert sogar die Perspektive, wenn man ein Dokument mit der Smartphone-Kamera abfotografiert, anstatt das Flachbett zu nutzen.
Druckqualität bei Text und Foto
Man darf hier keine Laborqualität für Profi-Fotografen erwarten. Das ist ein Allrounder. Text ist scharf. Die Pigmenttinte für Schwarz sorgt dafür, dass Buchstaben nicht ausfransen. Das ist wichtig für offizielle Dokumente. Textmarkerfest ist das Ganze auch weitestgehend. Man muss dem Blatt nur ein paar Sekunden Zeit zum Trocknen geben.
Farbwiedergabe auf Normalpapier
Auf Standard-Kopierpapier mit 80 Gramm pro Quadratmeter wirken Farben manchmal etwas flach. Das liegt an der Saugfähigkeit des Papiers. Sobald man jedoch beschichtetes Inkjet-Papier verwendet, wird es deutlich besser. Grafiken in Präsentationen sehen sauber aus. Es gibt keine Streifenbildung, sofern man die automatische Ausrichtung der Druckköpfe am Anfang korrekt durchgeführt hat.
Fotodruck auf Glanzpapier
Wer gelegentlich Urlaubsfotos ausdruckt, wird zufrieden sein. Die Farbtreue ist gut. Die Detailschärfe reicht für das Familienalbum völlig aus. Ein wichtiger Hinweis: Randloser Druck ist bis zum Format A4 möglich. Das bieten nicht alle Konkurrenten in dieser Preisklasse an. Es spart das lästige Zuschneiden mit der Schere.
Geschwindigkeit und Geräuschentwicklung
Tintentankdrucker sind keine Sprinter. Wer hunderte Seiten in wenigen Minuten braucht, sollte zum Laser greifen. Dieses Gerät schafft etwa 12 Seiten pro Minute in Schwarzweiß. Bei Farbe sinkt der Wert auf etwa 5 Seiten. Das ist gemächlich. Für den Hausgebrauch ist das aber meistens egal. Ob die Hausarbeit nun zwei oder drei Minuten braucht, spielt im Alltag kaum eine Rolle.
Lautstärke im Betrieb
Der Drucker ist kein Leisetreter, aber er brüllt auch nicht. Das Einziehen des Papiers ist das lauteste Geräusch. Während des eigentlichen Druckvorgangs summt er gleichmäßig vor sich hin. Es gibt einen Leisemodus in den Einstellungen. Er reduziert die Geschwindigkeit weiter und macht das Gerät spürbar ruhiger. Das ist praktisch, wenn man abends im Wohnzimmer arbeitet und niemanden stören will.
Papierhandling und Kapazität
Das Papierfach befindet sich an der Rückseite. Es fasst etwa 100 Blatt. Das ist okay für Gelegenheitsnutzer. Wer jeden Tag ganze Stapel druckt, muss oft nachlegen. Die Papierführung ist stabil. Ich hatte im gesamten Testzeitraum keinen einzigen Papierstau. Das ist viel wert. Nichts ist frustrierender als zerknittertes Papier im Inneren einer Maschine, an die man kaum rankommt.
Wirtschaftlichkeit und Umweltaspekte
Der Anschaffungspreis liegt höher als bei billigen Patronendruckern. Man muss das als Investition sehen. Nach etwa 500 bis 700 gedruckten Seiten hat sich der Aufpreis meist schon amortisiert. Ab diesem Punkt druckt man nahezu kostenlos. Eine Ersatzflasche Schwarz kostet etwa so viel wie eine Standardpatrone bei anderen Modellen, hält aber zehnmal so lange.
Stromverbrauch im Standby
Ein Drucker ist meistens an. Er wartet auf Aufträge. Der Stromverbrauch im Ruhemodus ist erfreulich niedrig. HP hat hier Funktionen integriert, die das Gerät nach einer gewissen Zeit fast vollständig schlafen legen. Es wacht schnell wieder auf, sobald ein Druckauftrag über das Netzwerk reinkommt. Man muss also nicht ständig den Netzstecker ziehen, um die Stromrechnung zu schonen.
Nachhaltigkeit durch weniger Müll
Überlegen wir mal, wie viel Plastikmüll durch leere Patronen entsteht. Jede Patrone hat einen eigenen Chip, oft einen eigenen Druckkopf und viel Gehäuse drumherum. Bei diesem System bleibt am Ende nur eine leere Plastikflasche übrig. Die Flaschen sind zudem oft aus recyceltem Kunststoff. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wer mehr über Umweltstandards bei Elektronik erfahren möchte, kann sich beim Umweltbundesamt über das Blaue Engel Siegel informieren, das viele energieeffiziente Geräte tragen.
Vergleich mit der Konkurrenz
Der Markt für Tintentankdrucker ist hart umkämpft. Epson hat das System mit der EcoTank-Serie populär gemacht. Canon zieht mit den MegaTank-Modellen nach. HP positioniert sich hier preislich sehr attraktiv. Die Verarbeitung fühlt sich solide an. Manche Konkurrenten wirken klappriger. Ein kleiner Nachteil ist das fehlende geschlossene Papierfach an der Unterseite. Dass das Papier hinten offen steht, lässt es mit der Zeit einstauben, wenn man nicht regelmäßig druckt.
Die Software-Erfahrung
Hier punktet HP oft durch die Reife der App. Die Verbindung ist stabiler als bei manch anderem Hersteller. Die „Smart Tasks" in der App erlauben es, komplexe Abläufe mit einem Klick zu starten. Beispielsweise: Scannen, als PDF speichern und direkt an den Steuerberater mailen. Das spart Zeit. Es sind diese kleinen Details, die im täglichen Gebrauch den Unterschied machen.
Was fehlt dem Gerät
Es gibt kein Duplex-Druckwerk für automatisches beidseitiges Drucken. Wer ein Dokument beidseitig bedrucken will, muss die Blätter manuell wenden. Das System führt einen zwar durch den Prozess, aber es bleibt Handarbeit. Für ein Gerät dieser Klasse ist das verschmerzbar, aber man sollte es vor dem Kauf wissen. Wer viel Wert auf automatischen Duplexdruck legt, muss zu den größeren Modellen der 6000er oder 7000er Serie greifen.
Langzeiterfahrung und Wartung
Ein Tintendrucker braucht Pflege. Man sollte ihn nicht direkt neben die Heizung stellen. Die Tinte in den Schläuchen könnte sonst zähflüssig werden. Einmal pro Woche eine Testseite oder eine normale Seite zu drucken, ist eine gute Versicherung gegen eingetrocknete Düsen. Sollte es doch mal passieren, bietet das Wartungsmenü mehrstufige Reinigungsprogramme an.
Die Kosten der Ersatztinte
Wenn die mitgelieferte Tinte nach ein paar Jahren leer ist, kostet der komplette Satz Originaltinte aktuell zwischen 40 und 50 Euro. Das ist ein fairer Preis für die Menge an Seiten, die man damit generiert. Es gibt kaum einen Grund, hier auf billige Drittanbieter-Tinte auszuweichen. Das Risiko, sich das System mit minderwertiger Tinte zu verstopfen, steht in keinem Verhältnis zur geringen Ersparnis. Die Originalflaschen sind genau auf die Viskosität der Druckköpfe abgestimmt.
Garantie und Support
HP bietet oft eine Garantieverlängerung an, wenn man das Gerät registriert. Das sollte man unbedingt tun. Drei Jahre Sicherheit sind bei einem Drucker, der auf Langlebigkeit ausgelegt ist, ein gutes Argument. Der Support reagiert in der Regel zügig auf Anfragen. Viele Probleme lassen sich ohnehin über die Selbstdiagnose-Tools in der Software lösen.
Praxistipps für den besten Druck
Um das Beste aus dem System herauszuholen, sollte man in den Druckeinstellungen die Papiersorte korrekt wählen. Viele Nutzer lassen die Einstellung auf „Normalpapier", legen aber Fotopapier ein. Das Ergebnis ist dann oft zu dunkel oder verschmiert. Der Drucker steuert die Tintenmenge je nach gewähltem Medium. Ein weiterer Tipp ist die Verwendung von hochwertigem 90g oder 100g Papier für wichtige Briefe. Es fühlt sich wertiger an und die Tinte blutet weniger durch.
Scannen von Büchern
Da es sich um ein Flachbett-Scanner handelt, können auch dickere Vorlagen wie Bücher gescannt werden. Der Deckel lässt sich ein Stück weit anheben. Das Scharnier ist robust genug. Die Scan-Geschwindigkeit ist ordentlich. Für ein 300-dpi-Dokument braucht er etwa 15 Sekunden. Das ist Standard in dieser Klasse. Die Schärfe der Scans ist hervorragend, sogar kleine Fußnoten in Gesetzestexten bleiben lesbar.
Platzbedarf auf dem Schreibtisch
Der Drucker ist kompakt, braucht aber nach oben Platz für die Papierzufuhr. Da die Tintentanks vorne integriert sind, baut er nicht so tief wie ältere Modelle, bei denen die Tanks oft wie Rucksäcke an der Seite hingen. Er passt gut in ein Regal, solange man oben etwa 20 Zentimeter Platz zum Nachfüllen und für das Papier lässt. Die Kabelanschlüsse sind hinten versenkt, sodass man ihn recht nah an die Wand schieben kann.
Wer sollte zugreifen
Dieses Modell ist perfekt für Studenten, Lehrer oder Familien. Überall dort, wo viel gedruckt wird, aber das Budget für teure Verbrauchsmaterialien fehlt. Wer nur dreimal im Jahr ein Bahnticket ausdruckt, ist mit einem günstigen Laserdrucker vielleicht besser bedient, da dort nichts eintrocknen kann. Aber für die regelmäßige Nutzung ist das Konzept unschlagbar. Die Kombination aus niedrigen Folgekosten und einfacher Bedienung überzeugt.
Home-Office Tauglichkeit
Im Home-Office ist Verlässlichkeit das Wichtigste. Nichts ist schlimmer, als wenn der Drucker genau vor einem wichtigen Termin streikt. Die WLAN-Verbindung steht hier fest. Ich habe während der Nutzung keine Abbrüche erlebt. Auch die Integration in Windows und macOS ist vorbildlich. Treiber werden automatisch gefunden, man muss keine CD-ROMs mehr suchen.
Vergleich mit Farblasern
Ein Farblaser in dieser Preisklasse hat oft winzige Toner. Ein neuer Satz Toner kostet dann mehr als der Drucker selbst. Zudem ist die Fotoqualität bei günstigen Lasern oft unterirdisch. Der HP bietet hier die bessere Balance. Er ist im Unterhalt günstiger als fast jeder Farblaser für den Heimbereich. Zudem ist er ökologisch sinnvoller, da kein Feinstaub ausgestoßen wird und weniger Sondermüll anfällt. Wer sich tiefergehend mit den Unterschieden der Drucktechnologien beschäftigen möchte, findet bei der Stiftung Warentest oft detaillierte Vergleiche zu Druckkosten und Handhabung.
Zusammenfassende Schritte für Käufer
Wenn du dich für dieses Gerät entscheidest, gibt es ein paar Dinge zu beachten, um direkt durchzustarten. Die Entscheidung für ein Tanksystem ist meistens richtig, wenn du mehr als 20 Seiten im Monat druckst.
- Prüfe deinen Stellplatz. Du brauchst nach oben hin Platz für das Papier und den Scannerdeckel.
- Registriere das Gerät sofort nach dem Kauf auf der Herstellerseite. Das sichert dir oft eine verlängerte Garantie von bis zu drei Jahren.
- Besorge dir einen kleinen Vorrat an etwas besserem Papier (90g oder 100g). Der Unterschied in der Haptik und Optik ist bei diesem Drucker enorm.
- Installiere die HP Smart App nicht nur auf dem PC, sondern auch auf dem Handy. Die Scan-Funktion über das Smartphone ist oft praktischer als am Gerät selbst.
- Lass den Drucker am Stromnetz. Er geht von selbst in den Energiesparmodus und führt in regelmäßigen Abständen kurze Wartungszyklen durch, die das Eintrocknen verhindern. Das verbraucht minimal Tinte, rettet dir aber auf lange Sicht den Druckkopf.
Der Kauf lohnt sich für alle, die endlich die Kontrolle über ihre Druckkosten zurückgewinnen wollen. Es ist befreiend, nicht bei jedem farbigen Diagramm über den Preis der Tinte nachdenken zu müssen. Das Gerät macht genau das, was es soll: Es druckt zuverlässig, günstig und ohne Firlefanz. Wer auf automatischen Duplexdruck verzichten kann, bekommt hier ein Arbeitstier für den Schreibtisch. Es ist kein Luxusgerät, aber ein extrem vernünftiges Werkzeug. Wer einmal auf ein Tanksystem umgestiegen ist, wird nie wieder zu herkömmlichen Patronen zurückkehren wollen. Das Gefühl, nach einem Jahr immer noch fast volle Tanks zu haben, ist einfach zu gut. Letztlich zeigt dieser Bericht, dass moderne Technik auch mal wieder kundenfreundlich sein kann, wenn das Geschäftsmodell stimmt. Man zahlt am Anfang etwas mehr und hat dann seine Ruhe. Genau so sollte es bei Technik eigentlich immer sein.