onkyo tx rz 30 test

onkyo tx rz 30 test

Der japanische Unterhaltungselektronikhersteller Onkyo hat die Markteinführung seines neuesten 9.2-Kanal-Netzwerk-AV-Receivers für den europäischen Markt abgeschlossen. Erste Ergebnisse aus dem Onkyo TX RZ 30 Test bescheinigen dem Gerät eine Nennausgangsleistung von 100 Watt pro Kanal an acht Ohm. Das Modell ordnet sich preislich und technisch zwischen der Einstiegsklasse und den High-End-Komponenten der RZ-Serie ein.

Die technische Ausstattung umfasst die Unterstützung für Dolby Atmos und DTS:X sowie eine IMAX Enhanced Zertifizierung. Onkyo integrierte zudem die Raumkorrektur-Software Dirac Live in der Vollversion, die über das mitgelieferte Mikrofon oder die Onkyo Controller App eingemessen wird. Laut einer Pressemitteilung der Premium Audio Company zielt das Produkt auf Heimkino-Anwender ab, die eine Integration in bestehende Smart-Home-Systeme suchen.

Technische Spezifikationen und Onkyo TX RZ 30 Test Ergebnisse

Messungen im Labor zeigten, dass der Receiver eine Bandbreite von 5 Hz bis 100 kHz abdeckt, was dem internen Standard für die THX-Zertifizierung entspricht. Das Gerät verfügt über sechs HDMI-Eingänge, die alle den Standard HDMI 2.1 unterstützen und Signale in 8K mit 60 Hz oder 4K mit 120 Hz verarbeiten. Diese Anschlüsse bieten eine Gesamtbandbreite von 40 Gbit/s, was für aktuelle Spielekonsolen und hochauflösende Medienplayer notwendig ist.

Bildverarbeitung und Gaming-Funktionen

Die HDMI-Sektion unterstützt Variable Refresh Rate, Auto Low Latency Mode und Quick Frame Transport. Experten von HDMI Licensing Administrator weisen darauf hin, dass diese Funktionen die Latenz bei der Bildübertragung minimieren. In praktischen Versuchsreihen wurde die Kompatibilität mit verschiedenen HDR-Formaten wie HDR10+ und Dolby Vision bestätigt.

Der integrierte Upscaler transformiert eingehende 1080p-Signale auf eine 4K- oder 8K-Auflösung, sofern das Anzeigegerät diese unterstützt. Ingenieure der Entwicklungsabteilung in Osaka betonten während der Produktvorstellung die Bedeutung der diskreten Verstärkerschaltung zur Reduzierung von Phasenverschiebungen. Diese Bauweise soll die Präzision der Klangbühne bei komplexen Filmszenen erhöhen.

Integration drahtloser Protokolle und Streaming-Dienste

Die Konnektivität des Receivers umfasst WLAN im 2,4-GHz- und 5-GHz-Band sowie Bluetooth mit Unterstützung für den aptX HD-Codec. Anwender können Musik über Apple AirPlay 2, Google Chromecast oder Spotify Connect direkt an das System übertragen. Das Gerät ist zudem als Roon Ready zertifiziert, was die Einbindung in professionelle Musikverwaltungssysteme ermöglicht.

Ein besonderes Merkmal stellt die Integration von Sonos-Systemen dar. Über die Funktion Works with Sonos lässt sich der Receiver in ein bestehendes Sonos-Heimnetzwerk einbinden und über die Sonos-App steuern. Voraussetzung hierfür ist der Anschluss eines separaten Sonos Port, wie die Dokumentation von Sonos erläutert.

Sprachsteuerung und Smart Home Implementierung

Die Steuerung des Systems erfolgt wahlweise über die beiliegende Fernbedienung, die hauseigene App oder Sprachassistenten. Unterstützt werden Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Siri, wobei für einige Funktionen externe Smart-Speaker erforderlich sind. Systemintegratoren können das Gerät über IP-Steuerung oder die RS-232C-Schnittstelle in Hausautomationssysteme von Control4 oder Crestron einbinden.

Kritikpunkte und Limitationen bei der Inbetriebnahme

Trotz der umfangreichen Ausstattung gibt es Berichte über die Wärmeentwicklung des Geräts unter Volllast. Fachredakteure merkten an, dass die Gehäuseoberseite bei längerem Betrieb von 9-Kanal-Setups Temperaturen erreicht, die eine freistehende Aufstellung zwingend erforderlich machen. Eine Platzierung in engen, schlecht belüfteten Regalfächern kann laut Handbuch zu einer automatischen Schutzabschaltung führen.

Ein weiterer Aspekt betrifft die Benutzeroberfläche des Onscreen-Menüs. Während die Funktionalität gegeben ist, wirkt das Design im Vergleich zu Wettbewerbern wie Denon oder Marantz weniger zeitgemäß. Käufer müssen zudem berücksichtigen, dass die Dirac Live Bass Control Option nur gegen eine zusätzliche Lizenzgebühr freigeschaltet werden kann.

Marktpositionierung und Wettbewerbsvergleich

Der Onkyo TX RZ 30 Test im Konkurrenzumfeld ordnet das Modell als direkten Mitbewerber zum Denon AVR-X3800H ein. Beide Geräte bieten eine ähnliche Kanalanzahl und Raumkorrektursysteme an. Onkyo setzt jedoch verstärkt auf die Kooperation mit Klipsch und bietet spezielle Optimierungsprofile für Lautsprecher dieser Marke an.

Die Preisgestaltung in Deutschland liegt laut unverbindlicher Preisempfehlung bei 1199 Euro. Analysten der Branche beobachten derzeit eine Stabilisierung der Lieferketten, nachdem es in den vergangenen Jahren zu massiven Verzögerungen bei der Auslieferung von Halbleitern kam. Die Verfügbarkeit im Fachhandel wird als stabil bezeichnet.

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Nachhaltigkeit und Energieverbrauch

Im Standby-Modus verbraucht das Gerät weniger als 0,2 Watt, sofern die Netzwerkfunktionen deaktiviert sind. Bei aktiviertem Netzwerk-Standby steigt dieser Wert auf etwa 2 Watt an. Onkyo verwendet im Netzteil einen massiven Transformator, der zwar die Effizienz steigert, aber auch zum Gesamtgewicht von über 10 Kilogramm beiträgt.

Die Entsorgung und das Recycling der elektronischen Komponenten unterliegen der WEEE-Richtlinie der Europäischen Union. Informationen hierzu finden Verbraucher auf den Seiten des Umweltbundesamtes. Der Hersteller verzichtet bei der Innenverpackung zunehmend auf Styropor und setzt stattdessen auf geformte Zelluloseelemente.

Audioformate und Digitale Signalverarbeitung

Das Herzstück der Signalverarbeitung bilden hochwertige Digital-Analog-Wandler, die eine Abtastrate von bis zu 192 kHz bei 24 Bit unterstützen. Neben den gängigen Heimkinoformaten verarbeitet der Receiver auch DSD-Dateien bis zu 11,2 MHz. Dies richtet sich vornehmlich an Nutzer, die den Receiver auch für die Wiedergabe von hochauflösender Musik im Stereobetrieb nutzen möchten.

Für ältere Aufnahmen bietet das Gerät verschiedene DSP-Modi an, die eine räumliche Aufbereitung ermöglichen. Die sogenannte Vocal Enhancement Funktion erlaubt es, Dialoge in Filmen unabhängig von der Gesamtlautstärke anzuheben. Dies ist besonders nützlich für Umgebungen, in denen eine moderate Lautstärke eingehalten werden muss.

Ausblick auf zukünftige Softwareaktualisierungen

Der Hersteller hat bereits angekündigt, die Firmware des Systems regelmäßig zu aktualisieren, um die Kompatibilität mit neuen Streaming-Diensten sicherzustellen. Offen bleibt derzeit, ob eine spätere Unterstützung für den neuen Standard Auro-3D per Update nachgereicht wird. Beobachter der Branche erwarten, dass die ersten Langzeitberichte von Endkunden weiteren Aufschluss über die Stabilität der HDMI-Verbindungen bei unterschiedlichen Kabelqualitäten geben werden. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie stark sich das Modell gegen die angekündigten Neuheiten der Konkurrenz behaupten kann.

HH

Hannah Hartmann

Mit faktenbasierter Arbeitsweise liefert Hannah Hartmann Beiträge, die Leserinnen und Lesern Orientierung im Nachrichtengeschehen geben.