samsung samsung galaxy tab s3

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Wer glaubt, dass Technik nach drei Jahren zum alten Eisen gehört, hat sich wahrscheinlich noch nie intensiv mit der Langlebigkeit hochwertiger Hardware auseinandergesetzt. Ich erinnere mich gut an den Moment, als ich das Samsung Samsung Galaxy Tab S3 das erste Mal in den Händen hielt. Das Glasgehäuse fühlte sich kühl und wertig an, fast schon zerbrechlich, aber eben auch verdammt edel. Damals war es die Speerspitze der Android-Tablets. Heute blicken wir auf ein Gerät zurück, das eine Ära prägte, in der Samsung versuchte, dem iPad Pro die Stirn zu bieten. Es geht hier nicht um Nostalgie. Es geht um die Frage, ob ein gebrauchtes Premium-Tablet für bestimmte Aufgaben sinnvoller ist als ein neues Billig-Modell vom Discounter. Die Antwort ist oft ein klares Ja, sofern man weiß, worauf man sich einlässt.

Die Magie des Bildschirms und der Sound von AKG

Das Display war bei diesem Modell der eigentliche Star der Show. Wir reden hier von Super AMOLED mit einer Auflösung von 2048 mal 1536 Pixeln. Das ist das klassische 4:3-Format. Wer viel liest oder PDF-Dokumente bearbeitet, weiß dieses Seitenverhältnis zu schätzen. Es ist natürlicher als das schmale 16:10, das wir bei vielen Nachfolgern sehen. Schwarz ist hier wirklich Schwarz. Wenn ich abends im Bett einen Film schaue, verschmelzen die Balken oben und unten mit der Dunkelheit des Zimmers. Das bietet kein LCD-Panel der Welt, egal wie hell es leuchtet.

Warum HDR damals ein Riesending war

Samsung implementierte hier erstmals HDR10-Unterstützung in einem Tablet. Das war 2017 fast schon prophetisch. Klar, der Content war damals rar gesät. Heute sieht das anders aus. Wer heute einen Stream startet, profitiert von den Kontrasten, die dieses Panel liefert. Die Farben knallen richtig. Manchmal wirkt es etwas übersättigt, aber das lässt sich in den Einstellungen anpassen. Ich stelle es meist auf den Modus „Einfach“, um realistischere Hauttöne zu bekommen.

Vier Lautsprecher für ein Halleluja

Die Kooperation mit AKG war kein Marketing-Gag. In den Ecken sitzen vier Treiber, die sich mit der Ausrichtung des Geräts anpassen. Dreht man das Gehäuse, wechselt die Stereo-Belegung. Das klingt heute standardmäßig, war damals aber eine kleine Revolution im Android-Lager. Der Klang ist klar, auch wenn der Bass konstruktionsbedingt etwas dünn ausfällt. Für YouTube-Videos oder Podcasts reicht das locker aus. Man braucht nicht ständig Kopfhörer, um etwas zu verstehen.

Samsung Samsung Galaxy Tab S3 im produktiven Einsatz

Man darf dieses flache Stück Technik nicht unterschätzen, wenn es um Arbeit geht. Der beigelegte Stift, der S Pen, ist das Herzstück. Er braucht keine Batterie. Das ist ein riesiger Vorteil gegenüber der Konkurrenz aus Cupertino. Man nimmt ihn in die Hand und schreibt los. Die Latenz ist gering genug, dass sich das Schreiben fast wie auf Papier anfühlt. Ich habe ganze Vorlesungsprotokolle und Meeting-Notizen damit erstellt. Die Gummispitze gibt genau den richtigen Widerstand auf dem Glas.

Der S Pen als Schweizer Taschenmesser

Die Druckstufen sind präzise. 4096 Stufen sind es genau genommen. Für Zeichner bedeutet das feine Linien bei wenig Druck und breite Striche, wenn man aufdrückt. Ich nutze oft die Funktion „Screen Off Memo“. Man nimmt den Stift, schreibt auf das schwarze Display und speichert die Notiz, ohne das Gerät komplett zu entsperren. Das spart Zeit und Nerven. In der Praxis ist das oft schneller als jeder Zettel und Stift.

Multitasking und die Grenzen der Hardware

Der verbaute Prozessor, ein Snapdragon 820, war zu seiner Zeit ein Biest. Heute merkt man ihm sein Alter an, wenn man zu viele Apps gleichzeitig öffnet. Wer nur zwei Apps nebeneinander nutzt – etwa den Browser und die Notiz-App – kommt gut klar. Ruckler treten auf, wenn man im Hintergrund große Updates lädt. Man muss lernen, das System etwas schlanker zu halten. Unnötige Animationen in den Entwickleroptionen auszuschalten, bewirkt oft Wunder. Das macht die Bedienung gefühlt sofort zackiger.

Akkulaufzeit und das Problem mit dem Glas

Ein gebrauchtes Samsung Samsung Galaxy Tab S3 hat heute oft ein Problem: den Akku. Nach so vielen Ladezyklen lässt die Kapazität nach. Die ursprünglichen 6000 Milliamperestunden waren solide, aber nicht überragend. Wer ein gebrauchtes Modell kauft, sollte damit rechnen, dass nach fünf bis sechs Stunden Videolaufzeit Schluss ist. Zum Glück wird Fast Charging unterstützt. Über den USB-C-Anschluss ist die Batterie in etwa zwei Stunden wieder voll. Das ist akzeptabel.

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Die Zerbrechlichkeit der Eleganz

Glas auf der Vorderseite, Glas auf der Rückseite. Das sieht toll aus, ist aber rutschig wie ein Stück Seife. Ohne Hülle sollte man dieses Tablet nicht betreiben. Ein Sturz auf Fliesen bedeutet fast sicher das Ende. Ich habe schon zu viele Exemplare mit Spinnennetz-Muster gesehen. Eine einfache Silikonhülle reicht oft schon aus, um den Grip zu erhöhen. Es ist schade, die schöne Rückseite zu verstecken, aber Sicherheit geht vor. Reparaturen an diesem Modell sind teuer, da das Display mit dem Glas verklebt ist.

Software und Sicherheit im Jahr 2026

Man muss ehrlich sein: Die offiziellen Updates endeten bei Android 9. Das klingt alt. Ist es auch. Aber für die meisten Apps im Play Store reicht das noch völlig aus. Wer mehr will, muss sich in die Welt der Custom-ROMs wagen. Es gibt eine aktive Community auf Plattformen wie den XDA Developers, die aktuellere Android-Versionen für dieses Gerät bereitstellen. Das erfordert etwas technisches Verständnis, haucht dem alten Eisen aber neues Leben ein. Sicherheitsrelevante Apps wie Banking-Anwendungen sollte man auf einem Gerät ohne aktuelle Sicherheitspatches mit Vorsicht genießen. Für Medienkonsum und Notizen ist das Risiko hingegen vernachlässigbar.

Alternativen und der Gebrauchtmarkt

Wenn man heute nach diesem spezifischen Tablet sucht, landet man meist auf Portalen wie eBay oder spezialisierten Refurbished-Händlern. Der Preis ist oft verlockend niedrig. Man bekommt ein High-End-Display für einen Bruchteil dessen, was ein neues Tab S9 kostet. Wer nur ein Gerät zum Lesen von Comics oder für Netflix im Flugzeug sucht, macht hier wenig falsch. Es ist ein Spezialist für visuelle Inhalte.

Der Vergleich mit der Mittelklasse

Ein modernes Mittelklasse-Tablet von heute hat vielleicht einen schnelleren Prozessor. Aber meistens verbauen die Hersteller dort billige LCDs. Wer einmal ein OLED-Display hatte, will nicht mehr zurück. Die Brillanz und der Schwarzwert sind ungeschlagen. Da kann kein 200-Euro-Neugerät mithalten. Man tauscht also Rechenpower gegen Bildqualität. Für Gamer ist das ein schlechter Deal. Für Filmfans ist es der beste Deal überhaupt.

Die Tastatur-Hülle als Produktivitäts-Turbo

Es gab eine optionale Tastatur von Samsung, die über Pogo-Pins angeschlossen wurde. Kein Bluetooth-Gefummel, kein Akku in der Tastatur. Das Tippgefühl ist okay, wenn auch etwas beengt. Wer viel schreibt, sollte sich das Set gebraucht dazukaufen. Es macht aus dem Tablet fast einen kleinen Laptop-Ersatz für einfache Texte. Ich tippe diesen Abschnitt gerade auf einer ähnlichen mobilen Tastatur und es funktioniert erstaunlich gut, solange man keine Romane verfasst.

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Technische Details im Alltagstest

Die Kamera auf der Rückseite löst mit 13 Megapixeln auf. Dokumente scannen? Gar kein Problem. Schöne Urlaubsfotos? Eher nicht. Das Rauschen bei wenig Licht ist massiv. Aber wer fotografiert schon mit einem Tablet? Die Frontkamera reicht für Videoanrufe aus, solange die Beleuchtung stimmt. Man wirkt sonst schnell etwas verpixelt.

Speicherplatz und Erweiterbarkeit

Die internen 32 Gigabyte sind heute ein schlechter Witz. Das System nimmt sich davon schon einen ordentlichen Teil. Aber es gibt einen Micro-SD-Slot. Das rettet das Gerät. Man steckt eine 128 oder 256 Gigabyte Karte rein und lagert alle Filme und Fotos dorthin aus. Das funktioniert tadellos. Ohne SD-Karte ist das Gerät jedoch kaum nutzbar, wenn man mehr als drei größere Spiele installiert.

Konnektivität und Funkstandards

WLAN nach AC-Standard ist an Bord. Das reicht für flüssiges 4K-Streaming im Heimnetz. Bluetooth 4.2 ist nicht mehr taufrisch, aber Kopfhörer verbinden sich ohne Murren. Wer die LTE-Version findet, kann sogar unterwegs surfen. Ich habe oft eine Zweitkarte genutzt, um im Zug zu arbeiten. Der Empfang war stets stabil, sogar in Regionen, in denen mein Smartphone schwächelte. Vielleicht liegt das an den größeren Antennen im Gehäuse.

Tipps für den Kauf und die Pflege

Wenn du dich entscheidest, so ein Gerät zu erwerben, schau dir die Anschlüsse genau an. Der USB-C-Port kann über die Jahre ausleiern. Ein wackeliges Kabel nervt beim Laden ungemein. Prüfe auch das Display auf „Einbrennen“. Bei AMOLED-Displays können sich statische Inhalte wie die Navigationsleiste dauerhaft verewigen. Das sieht man am besten bei einem komplett weißen Bild. Wenn da Geisterbilder zu sehen sind: Finger weg.

  1. Prüfe den Zustand des S Pen. Die Spitzen nutzen sich ab, lassen sich aber günstig nachkaufen.
  2. Achte auf den Zustand des Glases an den Ecken. Kleine Risse breiten sich schnell aus.
  3. Installiere eine App zur Batterie-Gesundheit, um den Verschleiß zu prüfen.
  4. Nutze einen Launcher wie Nova Launcher, um das alte System optisch aufzufrischen.
  5. Vermeide es, das Gerät bei maximaler Helligkeit stundenlang mit demselben Bild liegen zu lassen.

Man kann viel über das Alter von Hardware philosophieren. Am Ende zählt, ob das Werkzeug den Zweck erfüllt. Das Design dieses flachen Begleiters wirkt auch heute noch modern. Es ist dünner als viele aktuelle Tablets. Es ist leichter. Es passt in fast jede Tasche. Diese Portabilität war damals ein Kernverkaufsargument und ist es heute immer noch. Wer nicht die neuesten 3D-Games zocken muss, findet hier einen treuen Partner.

Ich habe das Gerät oft für Bildbearbeitung genutzt. Mit Apps wie Adobe Lightroom kann man auf dem OLED-Display Farben sehr gut beurteilen. Die Hardwarebeschleunigung reicht für einfache RAW-Dateien aus. Man muss nur etwas mehr Geduld mitbringen als bei einem aktuellen Modell. Der Export dauert eben ein paar Sekunden länger. Zeit, die man nutzen kann, um einen Schluck Kaffee zu trinken.

Ein wichtiger Punkt ist die Community-Unterstützung auf Plattformen wie LineageOS. Es gibt inoffizielle Builds, die sogar Android 11 oder 12 auf das Tablet bringen. Das macht das Gerät sicherer und funktionaler. Man muss sich trauen, den Bootloader zu entsperren. Wer das tut, wird mit einem fast neuen Software-Erlebnis belohnt. Das ist Nachhaltigkeit in ihrer reinsten Form. Hardware zu nutzen, bis sie wirklich physisch auseinanderfällt.

Was bleibt am Ende? Ein Gerät, das zeigt, wie weit wir vor einigen Jahren schon waren. Die Innovationen bei Displays sind seitdem eher inkrementell. Ein Tab S3 bietet 90 Prozent dessen, was man zum Konsumieren von Inhalten braucht. Den Rest macht das Marketing der Hersteller aus. Wenn man günstig an ein gut erhaltenes Exemplar kommt, sollte man zuschlagen. Es eignet sich hervorragend als Zweitgerät oder als hochwertiger E-Reader-Ersatz mit Farbe.

Letztlich ist es die Haptik, die überzeugt. Metall und Glas fühlen sich einfach besser an als Kunststoff. Selbst wenn die Software in Würde altert, bleibt das Gefühl von Qualität. Man hält ein Stück Technikgeschichte in der Hand, das immer noch funktioniert. Und das ist in unserer Wegwerfgesellschaft eine erfrischende Erkenntnis.

Wer jetzt loslegen will, sollte zuerst den Gebrauchtmarkt sondieren. Vergleiche die Preise genau. Oft gibt es Bundles mit Originalhülle und Stift. Das ist meist günstiger als alles einzeln zu kaufen. Danach empfiehlt sich ein kompletter Werksreset. Lösche allen alten Ballast. Richte es frisch ein. Beschränke dich auf die Apps, die du wirklich brauchst. Ein schlankes System läuft auch auf älterer Hardware rund. Installiere vielleicht einen Werbeblocker für den Browser, um die CPU-Last beim Surfen zu senken. Dann steht dem Vergnügen nichts mehr im Weg. Schnapp dir den Stift, öffne eine leere Seite und schreib deine eigenen Ideen nieder. Genau dafür wurde dieses Werkzeug gebaut. Nicht für Benchmarks, sondern für Menschen, die etwas erschaffen oder genießen wollen.

DK

David Krause

David Krause spezialisiert sich darauf, komplexe Sachverhalte verständlich und präzise aufzubereiten.