xiaomi electric scooter 4 pro 2nd gen e-scooter

xiaomi electric scooter 4 pro 2nd gen e-scooter

Wer morgens im Stau steht oder in einer überfüllten S-Bahn schwitzt, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob es nicht eine bessere Lösung gibt. Genau hier kommt der Xiaomi Electric Scooter 4 Pro 2nd Gen E-Scooter ins Spiel, der mehr ist als nur ein kleines Update eines bereits bekannten Modells. Ich habe mir das Teil genau angesehen und über Wochen hinweg beobachtet, wie sich die Technik im harten Alltag der Großstadt schlägt. Es geht nicht nur darum, von A nach B zu kommen. Es geht darum, wie viel Frust man dabei einspart und ob die Hardware den deutschen Radwegen tatsächlich gewachsen ist.

Was sich beim Antrieb wirklich getan hat

Die Leistung ist das Herzstück. Xiaomi hat hier massiv nachgebessert. Während das Vorgängermodell bei steilen Anstiegen manchmal fast einschlief, schiebt die neue Generation mit einer Spitzenleistung von 1000 Watt ordentlich an. Das merkst du sofort. Du stehst an der Ampel, es wird grün und du ziehst an den Leih-Scootern einfach vorbei. In der Praxis bedeutet das, dass Steigungen von bis zu 22 Prozent kein unüberwindbares Hindernis mehr darstellen. Wer in Städten wie Stuttgart oder Wuppertal wohnt, weiß, was das wert ist.

Die Sache mit der Reichweite

60 Kilometer gibt der Hersteller an. Klar, das ist ein Laborwert. In der Realität, wenn du 85 Kilo wiegst und es draußen vielleicht nur 12 Grad sind, schrumpft diese Zahl. Ich habe festgestellt, dass man im Alltag eher mit 40 bis 45 Kilometern rechnen sollte, wenn man nicht gerade im Schleichmodus unterwegs ist. Das ist trotzdem ein Spitzenwert für diese Preisklasse. Die Batteriekapazität wurde auf 468 Wattstunden erhöht. Das sorgt für eine solide Basis.

Energierückgewinnung im Test

Das KERS-System ist wieder mit an Bord. Es wandelt beim Bremsen oder Ausrollen kinetische Energie in elektrische Energie um. Viele Nutzer schalten das auf die höchste Stufe. Ich finde das gewöhnungsbedürftig, weil der Roller dann stark verzögert, sobald man das Gas wegnimmt. Es fühlt sich fast wie eine Motorbremse beim Auto an. Aber hey, wer jeden Tropfen Saft aus dem Akku quetschen will, wird dieses Feature lieben.

Warum der Xiaomi Electric Scooter 4 Pro 2nd Gen E-Scooter beim Fahrkomfort punktet

Komfort war früher oft ein Fremdwort bei kompakten Rollern. Das hat sich geändert. Das Trittbrett ist breiter geworden. Das klingt nach einer Kleinigkeit. Es ist aber ein riesiger Unterschied, ob man seine Füße wie auf einem Schwebebalken balancieren muss oder ob man einen stabilen Stand hat. Die Reifen sind jetzt 10 Zoll groß und nutzen die sogenannte Runflat-Technologie. Das bedeutet nicht, dass sie unzerstörbar sind, aber sie sind deutlich robuster gegen Scherben oder spitze Steine auf dem Asphalt.

Sicherheit durch bessere Beleuchtung

Ein großer Kritikpunkt bei älteren Modellen war oft die Sichtbarkeit. Die Blinker sind nun direkt in den Lenker integriert. Das ist ein Segen. Endlich muss man nicht mehr einhändig fahren und den Arm rausstrecken, was bei den kleinen Rädern ohnehin lebensgefährlich sein kann. Die Blinker sind hell genug, dass sie auch bei direkter Sonneneinstrahlung wahrgenommen werden. Das Rücklicht blitzt beim Bremsen auf, was den nachfolgenden Verkehr warnt. Sicherheit ist kein Bonus, sondern eine Notwendigkeit.

Das Bremssystem im Detail

Wir haben hier eine Kombination aus einer Trommelbremse vorne und einer elektrischen E-ABS-Bremse hinten. Warum keine Scheibenbremse? Trommelbremsen sind wartungsärmer. Sie sind gekapselt und dadurch weniger anfällig für Dreck und Wasser. In der Stadt, wo man auch mal durch Pfützen fährt, ist das ein echter Vorteil. Die Bremskraft lässt sich fein dosieren. Man macht keinen unfreiwilligen Abgang über den Lenker, kommt aber trotzdem zügig zum Stehen.

Konstruktion und Alltagstauglichkeit

Der Rahmen besteht aus einer speziellen Aluminiumlegierung. Das macht das Gefährt stabil, aber leider nicht zum Leichtgewicht. Mit etwa 19 Kilogramm ist der Roller kein Spielzeug. Mal eben in den vierten Stock tragen? Das wird zum Workout. Wer den Roller oft in der Bahn mitnimmt, sollte das Gewicht im Hinterkopf behalten. Der Klappmechanismus ist dafür erstklassig. Er rastet sauber ein und wackelt nicht. Das ist ein Punkt, an dem viele billige Konkurrenten scheitern. Nach drei Monaten intensiver Nutzung klappert hier immer noch nichts.

Das Display und die App-Anbindung

Das Display ist simpel gehalten. Geschwindigkeit, Akkustand, Modus. Mehr braucht man während der Fahrt nicht. Die Kopplung mit der Xiaomi Home App funktioniert meistens ohne Zicken. Dort kann man das Gerät sperren oder die Firmware aktualisieren. Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Checkt regelmäßig die Reifendruckanzeige in der App oder nutzt eine externe Pumpe. Der falsche Druck ist der Hauptgrund für Reichweitenverluste und vorzeitigen Verschleiß der Reifen.

Ladezeiten und Infrastruktur

Das Aufladen dauert. Von Null auf Hundert vergehen gut acht bis neun Stunden. Das ist perfekt für über Nacht oder während der Arbeit im Büro. Das Ladegerät ist kompakt genug für den Rucksack. Es gibt keinen proprietären Riesenstecker, was die Handhabung angenehm macht. Wer plant, den Roller als tägliches Pendlerfahrzeug zu nutzen, sollte sich eventuell ein zweites Ladegerät für den Arbeitsplatz zulegen. So entfällt das ständige Mitschleppen.

Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland

Man kann nicht einfach jeden Roller kaufen und losfahren. In Deutschland brauchen Elektrokleinstfahrzeuge eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE). Die deutsche Version dieses Fahrzeugs hält sich strikt an die 20 km/h Grenze. Das nervt manche, ist aber Gesetz. Ohne Versicherungskennzeichen darfst du nicht auf öffentliche Straßen. Wer ohne Plakette erwischt wird, riskiert ein saftiges Bußgeld und im schlimmsten Fall ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Informationen dazu findet man beim Kraftfahrt-Bundesamt.

Versicherung und Kosten

Die Versicherung kostet meist zwischen 30 und 60 Euro pro Jahr, je nachdem, ob man eine Teilkasko dazu nimmt. Ich rate dringend zur Teilkasko. E-Scooter werden leider oft gestohlen. Die Kosten für den Strom sind vernachlässigbar. Eine volle Ladung kostet bei aktuellen Strompreisen weit unter 20 Cent. Günstiger kann man kaum motorisiert unterwegs sein. Verglichen mit einem Ticket für den öffentlichen Nahverkehr hat sich der Roller oft schon nach einem Jahr amortisiert.

Helmpflicht und Fahrverhalten

Es gibt in Deutschland keine Helmpflicht für E-Scooter. Das ist Fakt. Aber mal ehrlich: Wer ohne Helm mit 20 km/h über Kopfsteinpflaster bügelt, ist mutig oder leichtsinnig. Ein kleiner Sturz reicht aus. Ich trage immer einen Helm. Die Fahrstabilität ist durch die 10-Zoll-Reifen zwar gut, aber Schlaglöcher bleiben gefährlich. Man sollte immer beide Hände am Lenker lassen. Kurzes Kratzen an der Nase kann schon zum Schlingern führen.

Wartung und Pflege für eine lange Lebensdauer

Ein E-Scooter ist ein Fahrzeug, kein Wegwerfartikel. Wer lange Freude haben will, muss ein bisschen Zeit investieren. Das bedeutet vor allem: Sauberkeit. Salz im Winter ist der Tod für die Lager und die Elektronik. Wisch den Roller nach Fahrten bei Regen oder Schnee kurz ab. Benutze keinen Hochdruckreiniger. Das Wasser wird sonst in die Dichtungen gepresst und zerstört die Batterie. Ein feuchter Lappen reicht völlig aus.

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Die Batterie richtig behandeln

Lithium-Ionen-Akkus hassen Extreme. Lagere den Roller nicht im Winter in der eiskalten Garage. Wenn du ihn länger nicht benutzt, sollte der Akku etwa bei 50 bis 70 Prozent geladen sein. Ihn komplett leer monatelang stehen zu lassen, kann zur Tiefentladung führen. Dann ist der Akku Schrott. Ein Ersatzakku kostet fast so viel wie ein halber neuer Roller. Also pass darauf auf.

Schrauben kontrollieren

Durch die ständigen Vibrationen beim Fahren können sich Schrauben lockern. Besonders am Klappmechanismus und am Lenker. Schnapp dir einmal im Monat einen Inbusschlüssel und zieh alles kurz nach. Das dauert fünf Minuten und verhindert böse Überraschungen während der Fahrt. Wer zwei linke Hände hat, findet mittlerweile in vielen Städten spezialisierte Werkstätten oder Fahrradläden, die auch E-Scooter warten.

Konkurrenzanalyse und Marktvergleich

Es gibt viele Player auf dem Markt. Segway-Ninebot ist der größte Rivale. Der G2 Max ist ein starker Konkurrent, bietet aber oft eine Federung, die den Preis nach oben treibt. Xiaomi setzt beim Xiaomi Electric Scooter 4 Pro 2nd Gen E-Scooter eher auf ein puristisches Design ohne komplizierte Federgabeln, die irgendwann ausschlagen könnten. Es ist die Entscheidung zwischen maximalem Komfort durch Federung oder maximaler Zuverlässigkeit durch Einfachheit.

Für wen ist dieser Roller geeignet?

Er ist ideal für Pendler, die eine Strecke von 5 bis 15 Kilometern einfach haben. Er ist perfekt für Leute, die Qualität wollen, aber keine 1500 Euro für einen High-End-Scooter ausgeben möchten. Er ist weniger geeignet für Menschen, die ihren Roller täglich in den fünften Stock ohne Aufzug tragen müssen. Da gibt es leichtere Modelle, die dann aber bei Reichweite und Leistung Federn lassen.

Nachhaltigkeit und Umweltaspekt

Ist ein E-Scooter umweltfreundlich? Das hängt davon ab, was er ersetzt. Wenn du das Auto stehen lässt, ist die Antwort ein klares Ja. Die Produktion des Akkus verbraucht Ressourcen, aber über die Lebensdauer von mehreren tausend Kilometern ist die Bilanz positiv. Xiaomi hat sich bemüht, die Reparierbarkeit zu verbessern. Viele Teile lassen sich einzeln austauschen. Das ist ein wichtiger Schritt weg von der Wegwerfgesellschaft. Offizielle Informationen zur Elektromobilität bietet auch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr.

Tipps für den ersten Kauf

Wenn du dich entscheidest, zuzuschlagen, achte auf Angebote. Die Preise schwanken oft. Kaufe nicht unbedingt das günstigste Zubehör. Eine gute Handyhalterung aus Metall ist besser als eine aus billigem Plastik, die bei der ersten Bodenwelle bricht. Überlege dir auch, wo du den Roller parkst. Ein stabiles Bügelschloss ist Pflicht, wenn du ihn draußen stehen lässt. Die integrierte elektronische Sperre ist nur ein kleiner Diebstahlschutz und hält niemanden davon ab, den Roller einfach wegzutragen.

Fahrtechnik für Anfänger

Übe auf einem leeren Parkplatz. Das Anfahrverhalten kann am Anfang überraschend sein. Die Beschleunigung ist direkt. Gewöhne dich an das Bremsverhalten. Verlagere dein Gewicht beim Bremsen nach hinten. Das verhindert, dass das Hinterrad abhebt. Kurvenfahren mit kleinen Rädern ist anders als beim Fahrrad. Du musst mehr mit dem Körper arbeiten als mit dem Lenkeinschlag.

Die richtige Versicherung finden

Vergleiche die Preise online. Manche Versicherer bieten Plaketten an, die man sich direkt in der Filiale abholen kann. Andere schicken sie per Post. Achte darauf, dass die Versicherung auch bei grober Fahrlässigkeit leistet. Das kostet nur ein paar Euro mehr, gibt aber Sicherheit. Wer Mitglied in einem Automobilclub ist, bekommt dort oft Rabatte.

Realistische Erwartungen an die Hardware

Man darf nicht vergessen, dass dies kein Motorrad ist. Die Materialien sind hochwertig, aber Plastikabdeckungen können brechen, wenn man gegen eine Bordsteinkante knallt. Die Schutzbleche sind stabil, dienen aber nicht als Fußstütze. Wer pfleglich mit dem Material umgeht, wird Jahre Freude daran haben. Wer ihn wie ein Leihgerät behandelt, wird schnell Verschleißerscheinungen sehen.

Zubehör das wirklich Sinn ergibt

Eine Klingel ist vorgeschrieben und bereits montiert. Ein kleiner Rückspiegel am Lenker kann im Stadtverkehr extrem hilfreich sein. So musst du dich nicht ständig umdrehen. Auch eine kleine Lenkertasche für das Schloss und das Ladegerät ist praktisch. Verzichte auf billige LED-Strips zur Verschönerung. Diese können die Betriebserlaubnis erlöschen lassen, wenn sie andere Verkehrsteilnehmer blenden oder die falschen Farben haben.

Winterbetrieb und Kälte

Im Winter sinkt die Leistung des Akkus spürbar. Das ist chemisch bedingt und kein Defekt. Plane etwa 30 Prozent weniger Reichweite ein. Die Straßen sind oft rutschig. Da die Reifen kein tiefes Profil haben, ist Vorsicht geboten. Wenn gestreut wird, wäscht das Salz vom Roller ab, sobald du zu Hause bist. Dein Rahmen wird es dir danken.

Nächste Schritte für deinen Einstieg

Du hast jetzt einen umfassenden Überblick. Wenn du den nächsten Schritt gehen willst, empfehle ich folgendes Vorgehen:

  1. Prüfe deinen täglichen Arbeitsweg auf Google Maps. Sind es mehr als 15 Kilometer pro Strecke, könnte es knapp werden, wenn du nicht nachladen kannst.
  2. Besuche einen lokalen Elektrofachmarkt. Stell dich einmal auf das Trittbrett. Das Gefühl für die Größe und das Gewicht kann man online nicht simulieren.
  3. Suche dir bereits vor dem Kauf eine Versicherung aus. Die Online-Anträge dauern oft nur wenige Minuten.
  4. Besorge dir einen vernünftigen Helm. Sicherheit geht vor Optik.
  5. Überlege dir einen sicheren Abstellort zu Hause und auf der Arbeit. Ein trockener Platz verlängert das Leben der Elektronik massiv.

Ein E-Scooter kann deine Mobilität komplett verändern. Er macht unabhängig von Fahrplänen und Parkplatzsuche. Wer einmal den Wind im Gesicht gespürt hat, während er lautlos am Stau vorbeigefahren ist, möchte dieses Gefühl nicht mehr missen. Der Markt ist reif und die Technik ist mittlerweile auf einem Stand, der echtes Vertrauen verdient. Nutze diese Chance, um deinen Alltag effizienter und stressfreier zu gestalten. Viel Spaß beim Fahren und bleib immer wachsam im Straßenverkehr. Es lohnt sich.

HH

Hannah Hartmann

Mit faktenbasierter Arbeitsweise liefert Hannah Hartmann Beiträge, die Leserinnen und Lesern Orientierung im Nachrichtengeschehen geben.